Die Medienfachfrau Evelyn Bäck hat auf Braumeisterin umgesattelt und mit der Hopfenspinnerei eine kleine, kreative Brauerei gegründet. Sie braut nun obergärige Biere mit wenig Alkohol.
Dass es beim Thema Bier – speziell beim Craft-Bier – noch eine Marktlücke gegeben hat, mag verwundern. Immerhin wächst seit Jahren die Zahl der kleinen, feinen Brauereien, die das Handwerk des Brauens ebenso betonen, wie die geschmackliche Vielfalt der Bierstile. Evelyn Bäck hat aber dennoch eine Lücke gefunden. Eine, bei der man sich wundert, dass es sie überhaupt noch gibt. „Ich braue nur leichte Biere, das Patersbier Camillo ist mit 4,3 Prozent mein stärkstes Bier. Leichte Biere sind in der Craft-Bier-Szene eine Marktlücke, da gibt es eher den Wettlauf, möglichst starke Biere zu brauen“, sagt die gelernte Biersommelière und Brauerin, die ihre Biere seit Mai im Schloss Walpersdorf nahe St. Pölten braut und verkauft. „Das bietet sich bei der Lage auch an, die meisten kommen ja mit dem Auto.“
Begonnen hat Bäck als Hobbybrauerin. Sie war früher im PR- und Medienbereich tätig, zuletzt etwa bei den Seefestspielen Mörbisch. Dass sie nun Besitzerin einer kleinen Brauerei ist, habe sich – wie so oft – einfach ergeben. Seit die Garten- und Interieur-Firma Lederleitner in das Schloss Walpersdorf eingezogen ist, gibt es hier – neben einem Restaurant – auch eine kleine Brauerei. 2014 ist Bäcks Vorgänger, Bernhard Bugelmüller, ausgezogen. Jetzt hat das Schloss erstmals eine Braumeisterin.