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FPÖ-Seminar: "Islam ist böse, Muslime hassen uns"

Bildung in der Strache-FPÖ:
(c) APA (Helmut Fohringer)
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Das Freiheitliche Bildungsinstitut veranstaltet ein Islam-Seminar mit umstrittenen Inhalten. "Der Islam ist feindselig. Der Koran ist böse", sagt eine Seminar-Leiterin. "News" berichtet und klagt wegen Verhetzung.

Das freiheitliche Bildungsinstitut veranstaltet offenbar Islam-Seminare mit sehr umstrittenen Inhalten. Das berichtet die Info-Illustrierte "News" und titelt mit "Straches Hass-Schule". Eine "News"-Redakteurin hat sich bei einem solchen Seminar eingeschleust und berichtet nun darüber.

"Muslime vergewaltigen wegen Religion"

Als Vortragende diente dabei unter anderem Elisabeth Sabaditsch-Wolff. Sie war im Kabinett von Wolfgang Schüssel (ÖVP) und später an mehreren Botschaften im arabischen Raum tätig. Sie doziert in der vom FPÖ-Bildungsinstitut organisierten Veranstaltung laut "News" unter anderem folgendes: "Der Islam ist feindselig. Der Koran ist böse. Muslime hassen uns und befinden sich im Dauerkrieg mit uns."

Weiters soll Sabaditsch-Wolff in der dreiteiligen Vortragsreihe gemeint haben: "Wenn Kardinäle Kinder vergewaltigen, machen sie das trotz der Religion. Muslime vergewaltigen Kinder wegen der Religion." "News" hat eigenen Angaben zu Folge Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Wien wegen Verhetzung erstattet.

FP rechnet mit mehr Anmeldungen

Gelassen bis sarkastisch reagiert die FPÖ auf den "News"-Bericht zu dem umstrittenen Islam-Seminar des freiheitlichen Bildungsinstituts. Das Institut könne sich nun eine weitere Bewerbung für die laufende Seminarreihe und damit finanzielle Mittel, die zur Diskussion weiterer drängender Themen dringend gebraucht würden, dankenswerter Weise ersparen, höhnte FP-Generalsekretär Herbert Kickl am Mittwoch über die Titelseite der "Info-Illustrierten". Er rechne mit "vermehrten Anmeldungen".

Zur Materie selbst verwies Kickl bloß darauf, dass "die inhaltlich durchaus auch kontroversielle Diskussion zu aktuellen Themen" geradezu die Substanz der Demokratie sei und in anderen Ländern längst auf der Tagesordnung stehe.

(APA)