Heute, Donnerstag, soll ein Sonderaufsichtsrat entscheiden, an wen die von fünf Großbanken aufgefangene Bank verkauft werden soll. Es handelt sich um den vierten Versuch, die Bank zu verkaufen.
Im Aufsichtsrat der Constantia Privatbank (CPB) ist am späten Mittwochabend immer noch keine Entscheidung gefallen, an wen die voriges Jahr von fünf Großbanken aufgefangene Bank verkauft werden soll.
Zwei vorliegende Angebote liegen gleichauf, wenngleich sie auch nicht direkt vergleichbar seien. Heute seien noch Nachverhandlungen mit beiden Bietergruppen angesetzt. Die Entscheidung solle nun in einem Sonderaufsichtsrat am Abend gefällt werden. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr.
LGT legt kein Angebot
Bieter sind der Investmentbanker und einstige Bank-Austria-Vorstand Willi Hemetsberger, der einige Investoren und Stiftungen vertreten soll, sowie der prominente österreichische Unternehmenssanierer und Treuhänder Erhard Grossnigg, ebenfalls zusammen mit einem Investmentbanker. Grossnigg hat für Banken bereits mehrere Problemfirmen saniert.
Ein ursprünglich angestrebter Verkauf an einen strategischen Investor - also eine Bank - ist mit dem Absprung der noch bis vorige Woche aussichtsreichen liechtensteinischen LGT endgültig geplatzt. Die Liechtensteiner legten am Montag wider Erwarten kein Angebot. Der Käufer soll, so wurde den Interessenten versichert, eine von teuren Altlasten und diversen Rechtsrisiken befreite Bank übernehmen können. Es ist der mittlerweile vierte Anlauf für eine Veräußerung der einstigen Turnauer-Bank, die voriges Jahr am Höhepunkt der Finanzkrise von der heimischen Bankenbranche mitsamt Staats- und OeNB-Haftungen gerettet wurde.
(APA)