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Youtube-Video zeigt todkranken Friedensnobelpreisträger Liu

Liu Xiaobo mit seiner Frau auf einem Archivbild von 2002.
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Der chinesische Regimekritiker war vor wenigen Tagen wegen einer Krebserkrankung aus der Haft entlassen worden. Eine Ausreise zur Behandlung im Ausland lehnt Peking ab.

Am Donnerstag (Ortszeit) erschien auf Youtube ein Video des aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus der Haft entlassenen Regimekritikers und Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo. Bei Liu wurde Leberkrebs im Endstadium diagnostiziert. In dem Video dankt er zwei Wächtern.

Die Wächter "kümmerten sich so gut um mich (...), besonders um meine Gesundheit" erklärt Liu im Video. Außerdem ist er bei verschiedenen Untersuchungen und Bewegungsübungen zu sehen.

 

Das Video zeigt ein Dutzend Ärzte, die über Lius Gesundheitszustand beraten, einer von ihnen spricht mit dem im Bett liegenden Patienten über eine Hepatitis B Erkrankung, die er in seinen Dreißigern gehabt habe. Eine solche Infektion kann zu Leberkrebs führen.

Das anonyme Video, das den Titel "Liu Xiaobo looks pretty good, hope doctors can bring good news" (Übersetzt: "Liu Xiaobo sieht recht gut aus, hoffentlich können Ärzte gute Nachrichten bringen", Anm.) trägt, zielt offenbar auf das Ausland, da YouTube in China von der Zensur gesperrt ist.

Die chinesische Regierung hatte zuvor einen Ausreiseantrag von Liu und seiner Frau aufgrund einer Behandlung im Ausland abgelehnt, da er "nicht transportfähig" sei. Das Justizministerium begründete dies am Donnerstag mit dem schlechten Zustand Lius. Stattdessen wird Liu in einem Spital im nordchinesischen Shenyang behandelt.

(APA/dpa)