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Monteverdi und starke Frauen bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik

(c) Stefan Gloede
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Seit über 40 Jahren locken die Festwochen der Alten Musik kulturhungrige Besucher aus ganz Europa nach Innsbruck. Sinnliche Musik aus der Renaissance- und Barockzeit, mutige Opernheldinnen und der göttliche Monteverdi stehen von 18. Juli bis 27. August im Rampenlicht.

Ballett-Oper aus Frankreich
Premiere bei den Festwochen: Erstmals geht eine echte Ballett-Oper über die Bühne! Der französische Komponist Jean-Philippe Rameau war ein musikalisches Genie. Er fegte mit schier unendlicher Schöpfungskraft durchs 18. Jahrhundert und hinterließ einen fantastischen Fundus an innovativen Opern- und Ballettkompositionen. Eines dieser Meisterwerke ist dieses Jahr bei den Festwochen zu sehen: die Ballett-Oper „Pygmalion“. Virtuos und elegant wirbeln die Tänzer der Kompanie Les Cavatines über die Bühne, während Star-Dirigent Christophe Rousset sein brillantes Originalklang-Orchester Les Talens Lyriques zur Entfaltung bringt.

Rückkehr des Odysseus
Zum 450. Geburtstag von Claudio Monteverdi holt Festwochen-Intendant Alessandro De Marchi den Odysseus zurück nach Innsbruck. In der Inszenierung des norwegischen Regisseurs Ole Anders Tandberg von Monteverdis „Il ritorno d’Ulisse in patria“ steht allerdings nicht der griechische Sagenheld, sondern dessen Gattin Penelope im Mittelpunkt. 20 Jahre wartet die treue Frau auf ihren Mann – und widersteht in dieser Zeit aufdringlichen Freiern und falschen Ratgebern. Die wundervolle Musik Monteverdis, die einfallsreiche Regie und die erstklassige Sängerbesetzung liefern beste Voraussetzungen für einen mitreißenden Opernabend.

Oper unterm Sternenhimmel
Auch in Reinhard Keisers Oper „Die römische Unruhe, oder Die edelmütige Octavia“ dreht sich alles um eine Frau: Octavia, die Gattin von Kaiser Nero. Dieser verliebt sich in die Ehefrau des armenischen Königs und befiehlt daraufhin seiner eigenen Ehefrau Octavia, in den Tod zu gehen. Doch der Selbstmord wird verhindert – und Octavia gewinnt Nero zurück. Die Festwochen führen dieses packende Beziehungsdrama im Rahmen der BAROCKOPER:JUNG im Innenhof der Theologischen Fakultät auf. Die überzeugendsten Teilnehmer des letztjährigen Cesti-Wettbewerbs übernehmen die Rollen in diesem Erfolgsformat – allen voran die französische Sopranistin Suzanne Jerosme als Octavia und der australische Bariton Morgan Pearse als Nero. 

Sakrale Schätze
Nicht nur weltliche, sondern auch sakrale Meisterwerke gibt es bei den Festwochen zu entdecken. Im prachtvollen Stift Wilten wartet eine echte Sensation auf das Publikum: Der argentinische Flötist Pedro Memelsdorff konnte die mittelalterliche Handschrift des „Codex Faenza“ rekonstruieren. In Innsbruck erweckt er diesen musikalischen Schatz mit seinem Ensemble Mala Punica zum Leben. Weitere sakrale Höhepunkte sind die „Marienvesper“ mit Rinaldo Alessandrini und dem Concerto Italiano, sowie das große Oratorium „San Giovanni Battista“ mit Arianna Vendittelli und Lawrence Zazzo.

Vielfalt erleben
Lunchkonzerte im Hofgarten, Pauken und Trompeten vom Goldenen Dachl, eine Oper für Kinder und das Renaissancefest auf Schloss Ambras spiegeln die Vielfalt des Angebots wider. Der musikalische Bogen spannt sich vom Mittelalter über die Renaissance- und Barockzeit. Vom Experten bis zum entdeckungsfreudigen Musikliebhaber ist für jeden etwas dabei.

Infos & Tickets unter www.altemusik.at


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