Karriere in der Forschung
Der offizielle Startschuss für die Erstellung einer österreichischen Strategie für Forschung, Technologie und Innovation (FTI) wurde dieser Tage gegeben. Politiker, Sozialpartner und Experten wollen in den nächsten Monaten erarbeiten, wie Österreich vom „Innovation Follower“ zu einem europäischen „Innovation Leader“ werden kann. – Und das ist gut so. Aber nicht nur Politik und Wirtschaft, auch Karrieremacher sind gut beraten, sich mit dem Thema Forschung zu beschäftigen. In einer dynamischen Forschungslandschaft warten enorme Karriereperspektiven. Der enge Konnex vieler Forschungsrichtungen mit der Wirtschaft hat eine neue Dynamik bewirkt. Forschungslaufbahnen münden nicht mehr in finstere Laborsackgassen, sondern zunehmend in attraktive Vorstandsetagen. Der Biotechbereich ist dafür ein gutes, aber nicht das einzige Beispiel. Besonders wichtig: Die Rahmenbedingungen für Forschung wurden und werden Schritt für Schritt besser. Österreich gibt heuer für Forschung und Entwicklung rund 7,7 Milliarden Euro aus. Ziel ist es, die Forschungsquote von 2,73 Prozent des BIPs auf vier Prozent im Jahr 2020 zu erhöhen. Wirtschaftsforscher haben errechnet, dass eine Million Euro Förderung 134 zusätzliche Arbeitsplätze für hoch qualifizierte Personen schafft. Das bedeutet eine Vielzahl neuer Karriereperspektiven – in der Forschung und in Branchen, die Forschung und Entwicklung betreiben. Wir lernen daraus: Wer nicht nur Hörsäle, sondern auch Zukunftsbereiche für die eigene Karriere besetzt, stellt die Weichen für den persönlichen beruflichen Erfolg. Und wer schon in der Forschung tätig ist, sollte konsequent an seiner eigenen Forschungskarrierestrategie arbeiten.