Zwei Cousins waren am Heimweg vom Weihnachtsmarkt angefahren worden. Der 14-Jährige starb, der 12-Jährige liegt auf der Intensivstation. Nun sucht die Polizei nach einem blauen oder türkisen VW Passat.
Noch keine Spur gibt es von jenem Lenker, der mit seinem Wagen in der Nacht auf Samstag bei Strobl (Flachgau) einen tödlichen Unfall verursacht und anschließend Fahrerflucht begangen hat. Der Autofahrer rammte mit seinem Pkw zwei Wiener Jugendliche, die am Straßenrand zu Fuß unterwegs waren. Ein 14-jähriger Bursch wurde getötet und sein zwölfjähriger Cousin schwerst verletzt. Der 14-Jährige wurde auch noch von einem nachkommenden Pkw überrollt, meldete die Polizei.
Schwerst verletzt liegen gelassen
Die beiden Cousins besuchten mit ihren Eltern einen Adventmarkt und machten sich alle gemeinsam zurück auf den Weg ins Quartier. Die Buben trennten sich jedoch dann von den Erwachsenen und wollten sich noch näher umsehen.
Gegen 22 Uhr ging sie zu Fuß auf der St. Wolfganger Landesstraße an der Umfahrung von Strobl, als sie von dem Auto gerammt wurden. Der jüngere der beiden wurde durch die Wucht des Aufpralls in eine Wiese geschleudert, wo er schwerst verletzt liegen blieb und von einem Fahrzeuglenker gefunden wurde. Der schwerst verletzte Zwölfjährige wurde in das Unfallkrankenhaus Bad Ischl gebracht, wo er auf der Intensivstation liegt.
Von Pensionisten überrollt
Sein 14-jähriger Cousin, der auf der Fahrbahn lag, wurde von einem 72-jährigen Pensionisten aus Traunkirchen zu spät gesehen, so dass er mit seinem Pkw nicht mehr ausweichen konnte und den Bub überfuhr. Der Lenker des Mercedes gab an, dass er von einem am Unfallort stehendem Fahrzeug geblendet wurde und er dadurch den Leblosen zu spät gesehen hat. Es dürfte sich dabei um den Unfallverursacher gehandelt haben, der dann den Ort das Geschehens verließ.
Suche nach Pkw
Der gesuchte und beschädigte Wagen ist ein VW Passat Baujahr 1994, dunkelblau oder türkis lackiert. Dies konnte aufgrund der am Unfallort sichergestellten Fahrzeugteile vom Sachverständigen festgestellt werden.
Der Pkw weist an folgenden Stellen Beschädigungen auf: Scheinwerfer rechts, Nebelscheinwerferabdeckungen rechts und links, Motorhaube und Stoßfänger, eventuell ist auch die Windschutzscheibe beschädigt. Die Polizei hofft, durch Seriennummern auf den Unglückslenker zu kommen.
Die Bevölkerung wird um zweckdienliche Hinweise zum Unfallwagen bei der nächsten Polizeidienststelle oder telefonisch bei der Polizeiinspektion Strobl (05913350) ersucht.
(APA)