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Ein Österreicher wegen G20-Protest in Hamburg in U-Haft

Ein Demonstrant im Rahmen des G20-Gipfels in Hamburg. Es sitzen 51 Verdächtige in U-Haft.APA/AFP/CHRISTOF STACHE
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Der 23-Jährige soll Glasflaschen auf Polizeifahrzeuge geworfen haben. Der deutsche Justizminister fordert EU-Staaten zur raschen Hilfe bei der Fahndung auf.

Im Zuge der Ausschreitungen rund um den G-20-Gipfel in Hamburg ist auch ein Österreicher in Untersuchungshaft genommen worden. Dies teilte die Sprecherin der Hamburger Staatsanwaltschaft, Oberstaatsanwältin Nana Frombach, am Dienstag auf APA-Anfrage mit.

Dem 23-jährigen Mann werde vorgeworfen, im Vorfeld des Gipfels am 4. Juli mehrere Glasflaschen auf Polizeifahrzeuge geworfen und mit einem Flaschenwurf eine Passantin am Kopf getroffen zu haben. Sie erlitt eine Platzwunde.

Insgesamt sitzen in Hamburg zurzeit 51 Verdächtige in Untersuchungshaft. Unter ihnen sind neben zahlreichen Deutschen auch Bürger aus anderen Staaten wie Frankreich, Italien, Spanien, Russland, den Niederlanden oder der Schweiz.

Maas will prioritäre Behandlung der G20-Fälle

Nach den schweren Krawallen hat die deutsche Regierung ihre EU-Partner aufgefordert, die Fahndung nach den Tätern zu forcieren. "Viele Fotos und Videoaufnahmen werden jetzt ausgewertet, um die Täter namhaft zu machen. Dabei sind wir auch auf die Unterstützung unserer ausländischen Partner angewiesen", schrieb der deutsche Justizminister Heiko Maas (SPD) nach Informationen der Funke-Mediengruppe an seine europäischen Kollegen.

Maas ersucht die EU-Justizminister dem Bericht zufolge, deutsche Rechtshilfeersuchen im Zusammenhang mit den G-20-Krawallen von den nationalen Behörden vordringlich bearbeiten zu lassen. Zugleich bitte er darum, rasch Europäische Haftbefehle zu vollstrecken, die von deutscher Seite ausgestellt würden.

Maas forderte in seinem Brief an die europäischen Partner eine Intensivierung der grenzüberschreitenden Kooperation. Die Zusammenarbeit solle so verbessert werden, "dass nicht beim nächsten Gipfeltreffen ein anderer Staat und eine andere Stadt von europäischen Krawalltouristen heimgesucht werden", zitieren die Funke-Zeitungen aus dem Schreiben.

(APA)