Das Ministerium ist mit der Umsetzung bisher zufrieden.
Wien. Das Finanzministerium ist mit der Umsetzung der Registrierkassenpflicht durch die heimischen Betriebe zufrieden. Für 2017 rechnet das Ministerium „mit steuerlichen Mehreinnahmen von rund 1,3 Mrd. Euro. Für das Jahr 2018 nochmals mit einer Steigerung von zehn Prozent“, hieß es auf APA-Anfrage. „Generell wird die Registrierkassenpflicht von den österreichischen Unternehmen sehr gut umgesetzt“, sagte eine Ministeriumssprecherin. Im „Rumpfjahr“ 2016 brachte die Registrierkassenpflicht anstatt der erwarteten 900 Mio. Euro nur 300 Mio. Euro, da eine Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes zum verspäteten Start geführt hat.
Bis Ende März mussten die Registrierkassen auch manipulationssicher gemacht werden. Alle bisher verwendeten Registrierkassen benötigten ein Update auf die Vorschriften der Registrierkassen-Sicherheitsverordnung und zusätzlich brauchen alle Unternehmen eine oder mehrere Signaturerstellungseinheiten (Registrierkassen-Chip). Zusätzlich musste die Registrierkasse mit dem aktuellen Update und der Registrierkassen-Chip auf FinanzOnline angemeldet werden und der Startbeleg des Kassensystems mittels einer App des Finanzministeriums elektronisch überprüft werden. (ag.)
("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.07.2017)