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Fünf Polizisten bei Anschlag nahe Kairo getötet

Checkpoint in Kairo
REUTERS
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Zunächst bekannte sich niemand zu dem Angriff. In der Vergangenheit hat die Jihadistenmiliz Islamischer Staat in Ägypten Anschläge verübt.

Bei einem Angriff maskierter Attentäter auf
einen Kontrollpunkt der ägyptischen Polizei sind am Freitag fünf
Polizisten getötet worden. Am frühen Morgen hätten die Angreifer die
Polizisten beschossen und dabei zwei Polizisten und drei Rekruten
getötet, hieß es aus ägyptischen Sicherheitskreisen.

Der Zwischenfall ereignete sich demnach in der Provinz Gizeh in
Al-Badrashein rund 40 Kilometer südlich der Hauptstadt Kairo.

Zunächst bekannte sich niemand zu dem Angriff. Seit dem Sturz des
islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im Jahr 2013 kommt es in
Ägypten immer wieder zu Angriffen auf Sicherheitskräfte.

Kirchen schränken Tätigkeit ein

Zudem wurde gestern bekannt, dass die christlichen Kirchen in Ägypten wegen konkreter Anschlagsdrohungen vorübergehend ihre Aktivitäten einschränken. In den kommenden drei Wochen werde es keine kirchlichen Konferenzen und keine von den Kirchen organisierten Reisen geben, teilten die koptische Kirche und die evangelische Kirche Ägyptens mit. Gottesdienste sollten aber weiterhin stattfinden.

Die Sicherheitsbehörden hätten mitgeteilt, "dass Pläne für Anschläge aufgedeckt worden" seien, sagte der Vorsitzende der ägyptischen evangelischen Kirche, Andrea Saki, der Nachrichtenagentur AFP in Kairo. Der Sprecher der koptischen Kirche, Bolus Halim, äußerte sich ähnlich.

Seit Dezember sind drei koptische Kirchen zum Ziel von Selbstmordattentätern geworden, dutzende Gläubige wurden getötet. Zu den Anschlägen bekannte sich die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS).

Der koptischen Minderheit gehören zehn Prozent der 90 Millionen Ägypter an. Die evangelische Kirche in dem Land ist weitaus kleiner.

(APA/red.)