Im Naturschutzgebiet Auwiesen-Zickenbachtal befindet sich ein großes Niedermoor. Die intensive Landwirtschaft hätte es beinahe zerstört. Also hat man auf Moorochsen umgestellt.
Es sind oft die kleinen Dinge, die es ausmachen. Ein Name zum Beispiel. Hört man das Wort „Moor“, denken wohl die meisten – Moorexperten einmal ausgenommen – an geheimnisvolle Orte und schaurige Geschichten von Menschen oder Tieren, die ewig im Moor versunken sind.
Ganz anders hingegen ist das bei einem Namen wie Naturschutzgebiet Auwiesen-Zickenbachtal. An einen geheimnisvollen Ort wird da wohl niemand denken. Eher an die Einöde, an langweilige Landschaften, die sich irgendwo am Ende der Welt – oder eben des Landes – befinden und die niemand freiwillig aufsucht. Das dürfte auch den Bewohnern dieser entlegenen Region im südlichen Burgenland bewusst gewesen sein.
„Wir haben damals überlegt, was man im Oberen Zickenbachtal machen könnte, um es zu beleben“, erinnert sich Jürgen Frank. Das war im Jahr 2003. Seit Anfang der 1990er-Jahre ist das Gebiet zwischen den Orten Heugraben, Eisenhüttl und Rohr im Burgenland bereits ein Naturschutzgebiet. Dort befindet sich nämlich auf 42 Hektar ein Niedermoor, das größte dieser Art im pannonischen Raum. „Das Moor ist aus einem Wechsel von Überschwemmung und Begrünung entstanden. Es ist im Schichtaufbau 13 Meter mächtig und 12.000 Jahre alt“, sagt Frank stolz. Wobei, wie ein schwarzes Moor dürfe man sich das Ganze nicht vorstellen. Eher wie eine Feuchtwiese, auf der unterschiedliche Pflanzen wachsen und auch seltene Vögelarten gern nisten.