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Alternde Kunden machen Harley-Davidson zu schaffen

AFP (RAIGO PAJULA)
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Der US-Motorradhersteller Harley-Davidson spricht mit seinen Maschinen vor allem die Generation der Baby-Boomer an, die in den 1940er bis 1960er Jahren geboren wurde. Junge Kunden fehlen.

Der US-Motorradhersteller Harley-Davidson bekommt die Alterung seiner Kunden zu spüren. Die Nachfrage nach den Maschinen sinkt, Umsatz und Gewinn sind unter Druck. Für das Gesamtjahr rechnet das Traditionsunternehmen mit Sitz in Milwaukee nur noch mit dem Verkauf von 241.000 bis 246.000 Maschinen, im Vorjahr waren es noch mehr als 260.000, vor einem Jahrzehnt fast 350.000, wie Harley-Davidson am Dienstag mitteilte. Im zweiten Quartal verdiente der Marktführer bei Motorrädern in den USA unter dem Strich knapp 260 Millionen Dollar, 20 Millionen weniger als vor Jahresfrist. Der Umsatz sank um 5,6 Prozent auf 1,58 Milliarden Dollar. Zu schaffen machten Harley auch Rabatte bei Rivalen wie Honda.

Harley-Davidson spricht mit seinen Maschinen vor allem die Generation der Baby-Boomer an, die in den 1940er bis 1960er Jahren geboren wurde. Doch diese Kunden werden immer älter, viele haben bereits ein Motorrad, andere müssen aus Gesundheitsgründen auf eine neue Maschine verzichten. "Unsere langfristige Strategie ist es, eine neue Generation von Harley-Davidson-Fahrern aufzubauen", sagte Firmen-Chef Matt Levatich. Das Unternehmen setze dabei auf die Maschinen des Modelljahres 2018, die ab dem Sommer verkauft werden sollten.

Flotter als Harley-Davidson ist übrigens der oberösterreichische Motorradhersteller KTM unterwegs. Die Absatzzahlen steigen ständig, zuletzt wurde erstmals die Marke von 200.000 Stück überschritten.

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(Reuters)