Österreich bietet Ausbildung afghanischer Polizei an.
WIEN. Auch Österreich kommt nun stärker unter Druck, Solidarität in Afghanistan zu zeigen. Die USA respektieren zwar, dass Österreich keine Soldaten schicken will. Sie drängen jedoch auf ein intensiveres Engagement im zivilen Bereich. Das haben US-Diplomaten der Bundesregierung zuletzt auf den verschiedensten Kanälen signalisiert.
Am heutigen Mittwoch sollen Österreichs Verteidigungsminister Darabos, Außenminister Spindelegger, Innenministerin Fekter und Justizministerin Bandion-Ortner zusammentreffen, um den österreichischen Beitrag in Afghanistan zu konkretisieren.
Die Bundesregierung hat zuletzt angeboten, bei der Ausbildung afghanischer Polizisten mitzuwirken, jedoch nicht in Afghanistan selbst, sondern in einem Nachbarland. Wie das logistisch funktionieren soll, ist unklar.
Österreich nähme sich so jedenfalls eine Sonderrolle heraus. Denn eine gemeinsame EU-Initiative sieht vor, dass die afghanischen Polizisten in ihrem Heimatland trainiert werden.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.12.2009)