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Eigene Liste? Pilz und Lugar wollen nächste Woche entscheiden

Peter Pilz
Peter PilzAPA/HANS PUNZ
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Man sei in den Vorbereitungen "wirklich weit", betont der frühere Grüne Pilz. Auch Team Stronach-Klubchef Lugar liebäugelt mit einer Kandidatur - fix ist: Auf der "Freien Liste Österreich" steht er nicht.

Der Innenpolitik steht eine Woche der Entscheidungen bevor - zumindest hinsichtlich der einen oder anderen Außenseiter-Kandidatur bei der vorgezogenen Nationalratswahl im Oktober. Denn sowohl der frühere grüne Abgeordnete Peter Pilz als auch Team Stronach-Klubobmann Robert Lugar wollen die Öffentlichkeit Anfang kommender Woche wissen lassen, ob und wie sie antreten.

Man sei in den Vorbereitungen "wirklich weit", erklärte Pilz am Freitag. "Anfang der Woche werden wir entscheiden: geht's oder geht's nicht." Gegenüber der "Presse" ergänzte Pilz, es gehe hierbei vor allem um die Frage der Finanzierung.

Schnell: "Lugar ist nicht bei uns"

Anfang nächster Woche will auch Lugar der Öffentlichkeit mitteilen, in welcher Form er kandidieren wird. Seine aktuelle Partei, das Team Stronach, tritt ja nicht mehr an. Neben einer eigenen Liste gäbe es auch die - eher unwahrscheinliche - Variante, dass Lugar bei den Freiheitlichen andocken darf - er kann ja zumindest mit einer Vergangenheit bei der FPÖ (und dem BZÖ) aufwarten. Im Pilz-Projekt spielt er jedenfalls keine Rolle, und auch der langjährige Salzburger FPÖ-Politiker Karl Schnell, der mit einer eigenen Liste antreten will, sagte am Freitag, "Lugar ist nicht bei uns".

Schnell hat vor, sich die Kandidatur mittels Unterschriften von zwei ebenso früher blauen Nationalratsabgeordneten sowie Team Stronach-Mandatar Christoph Hagen zu sichern. Darüber hinaus bestehe aber keine Verbindung zum Team Stronach, meinte Schnell. Heißen soll seine Liste jedenfalls "Freie Liste Österreich - FPS (Freie Partei Salzburg, Anm.) Liste Dr. Karl Schnell", Kurzbezeichnung "FLÖ".

Dass er selbst auch Spitzenkandidat sein wird, ist aber nicht fix, betonte Schnell. Wer mit ihm den Versuch wagt, will Schnell im August bekannt geben. Bei ihm hätten sich jedenfalls "viele Bürgermeister und Ärzte" gemeldet. Ansprechen will er "enttäuschte Freiheitliche", aber auch frühere SPÖ- und ÖVP-Wähler. Thematisch bewegt sich der Ex-Blaue zwischen "Bürokratisierungswahn" der EU und Gesundheitspolitik. Dass er damit reüssieren kann, glaubt Schnell durchaus: "Ich glaube, dass es da eine kleine Überraschung geben wird."

(APA/Red.)