"Kriegspräsident": Michael Moore kritisiert Obama

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In einem offenen Brief hat Filmemacher Michael Moore US-Präsident Obama für seine Afghanistan-Strategie kritisiert. Mit seiner Rede in Westpoint mache er junge Wähler zu enttäuschten Zynikern.

Vor der Rede von Barack Obama zur neuen Afghanistan-Strategie hat der amerikanische Filmemacher Michael Moore den US-Präsidenten scharf kritisiert. In einem offenen Brief bezeichnete Moore Obama am Dienstag als "Kriegspräsidenten". Mit seinen Plänen zur Entsendung von 30.000 zusätzlichen Soldaten zerstöre Obama die Hoffnungen und Träume, die Millionen US-Bürger in ihn gesetzt hätten, so Moore.

Mit seiner Rede in Westpoint mache Obama zahlreiche junge Wähler, die das Rückgrat seiner Kampagne gewesen seien zu enttäuschten Zynikern. "Es ist nicht Ihr Job zu tun, was die Generäle ihnen vorschreiben", so Moore an Obama. "Wir haben eine Zivilregierung, in der wir es sind, die den Generälen sagen, was sie zu tun haben."

(Ag.)

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