Pablo Picassos „Guernica“ und der Irrtum der Interpreten

Madrid, Museum Reina Sofia: „Guernica“ von Pablo Picasso.
Madrid, Museum Reina Sofia: „Guernica“ von Pablo Picasso.Miquel Gonzalez / laif / picturedesk.com
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Pablo Picassos Bild „Guernica“ gilt als Fanal gegen Faschismus und Krieg. Doch es gab immer schon Probleme, das reale Geschehen von Guernica 1937 mit dem Inhalt des Gemäldes in Übereinstimmung zu bringen. Eine neue Studie widerlegt alte Legenden.

Kaum ein Gemälde des 20. Jahrhunderts ist so mystifiziert worden wie Pablo Picassos Monumentalbild, das er für den Pavillon der spanischen Republik auf der Weltausstellung 1937 in Paris malte: „Guernica“ wurde zur weltberühmten Antikriegsikone. Für die meisten Interpreten war klar, dass das Thema des Bildes die Bombardierung der baskischen Stadt Guernica (baskisch: Gernika) am 26. April 1937 war.

Picasso habe in Paris die Nachricht erreicht, dass deutsche Bomber der Legion Condor, die General Franco im Spanischen Bürgerkrieg unterstützten, den kleinen Marktflecken, die einstige Hauptstadt der Basken, vernichtet hatten, eine sinnlose und perfide Gewalttat ohne militärstrategischen Sinn zu einem Zeitpunkt, da sich viele Zivilisten in den Straßen drängten.

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