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Erste Zulassung für Bitcoin-Derivate in New York

FILE PHOTO: An illustration photo of Bitcoin (virtual currency) coins are seen at La Maison du Bitcoin in Paris
REUTERS

Die US-Börsenaufsicht hat erstmals eine Zulassung für den Handel mit Bitcoin-Derivaten erteilt. Das öffnet den Markt für Fondmanager und institutionelle Investoren.

Die US-Börsenaufsicht CFTC hat erstmals eine Zulassung für den Handel mit Derivaten auf die Kryptowährung Bitcoin erlassen. Die Lizenz ergeht an die Bitcoin-Börse LedgerX, die im US-Bundesstaat New York beheimatet ist. Die Börse will den Handel mit Kryptowährungen für institutionelle Investoren öffnen und dafür Optionsscheine anbieten und als Clearingstelle fungieren.

Bisher ist der Markt für Kryptowährungen nur Privatpersonen und einigen wenigen einfallsreichen Geldmanagern und Banken möglich. Anfänglich sollen Optionen mit einer Laufzeit von von einem und sechs Monaten gelistet werden. Nach Bitcoin sollen auch andere Kryptowährungen wie Ethereum (ETH), die Nummer zwei im Markt, folgen. 

Zwar sind die Preise für Bitcoin und andere virtuelle Assets in den vergangenen Monaten explodiert - und viele Beobachter sprechen von einer Blase. Aber insgesamt sind bisher nur rund 100 Mrd. Dollar an Kapital in dem Markt - was nur einem Achtel der Marktkapitalisierung der Apple-Aktie entspricht. Auf der größten Euro-Börse Kraken.com lag der Preis für einen Bitcoin am Dienstag Vormittag bei 2300 Euro. Anfänglich sollen Optionen mit einer Laufzeit von von einem und sechs Monaten gelistet werden. Nach Bitcoin sollen auch andere Kryptowährungen wie Ether (ETH), die Nummer zwei im Markt, folgen. Ein Ether kostete am Dienstag Vormittag auf Kraken 185 Euro.

Starke Nachfrage von Investoren

Die CFTC hat in einem Statement aber explizit darauf hingewiesen, dass die Lizenzerteilung nicht als Befürwortung des Handels mit Bitcoin oder digitalen Währungen generell gesehen werden darf. Paul Chou, der CEO von LedgerX sitzt allerdings im technischen Beratungskomittee der CFTC. Es hat mehr als zwei Jahre gedauert, bis die Lizenz erteilt wurde.

"Ein reguliertes Clearinghaus öffnet den Markt für viele neue Investoren wie etwa große Institutionen", sagte Chou. LedgerX wird unter anderem von Miami International Holdings und der chinesischen Huiyin Blockchain Venture Investments finanziert. "Wir sehen starke Nachfrage von Institutionen, die bisher am Bitcoin-Markt nicht teilnehmen konnten", sagte Chou. Fondsmanager wollen demnach Assets halten, die nicht mit den klassischen Aktienmärkten korrelieren und Kryptowährungen würden diese Kriterien erfüllen.