Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Schnellauswahl

Afghanistan: "Unter Taliban waren die Straßen sicherer"

Straße in Kabul
(c) AP (Alexandre Meneghini)
  • Drucken

Als die Taliban noch in Afghanistan regierten, waren die Straßen sicherer, sagt der britische Nato-Kommandeur Nick Carter. Präsident Karzai will sich mit Taliban-Führer Mullah Omar treffen.

Als die Taliban noch in Afghanistan regierten, waren die Straßen sicherer. Das erklärte der britische Generalmajor Nick Carter am Donnerstag dem Sender BBC. Frauen hätten vor der US-geführten Invasion im Jahr 2001 alleine sicher durch den Süden Afghanistans reisen können. Dies sei jetzt nicht mehr der Fall, sagte Carter, der die Nato-Einheiten in Südafghanistan befehligt. Die britischen Streitkräfte müssten dies ändern. Es gehe jetzt eher darum, für öffentliche Sicherheit zu sorgen, als gegen Aufständische zu kämpfen.

Präsident Hamid Karzai hat indessen neuerlich Bereitschaft zum Dialog mit den Taliban bekundet. Für den Frieden werde er alles tun, was nur möglich sei, einschließlich eines Treffens mit Taliban-Chef Mullah Omar, sagte Karzai am Donnerstag in einem Interview mit Associated Press in Kabul. Er wolle dabei aber sicher sein, dass er die volle Unterstützung der USA und ihrer Verbündeten genieße.

In der Vergangenheit seien Kontakte zu den Taliban vor allem daran gescheitert, dass Mitglieder der islamistischen Aufständischen auch nach einer Abkehr vom Extremismus weiterhin von den internationalen Truppen verfolgt worden seien. Nicht alle Taliban-Anhänger seien Terroristen, sagte Karzai. Mitglieder von Al-Kaida und anderen Terrorgruppen wolle er aber nicht im Land haben.

Die Taliban ("Koranschüler") waren Mitte der 1990er Jahre dank der Hilfe des pakistanischen Geheimdienstes ISI in Kabul an die Macht gekommen und hatten im ganzen Land eine strenge islamische Ordnung eingeführt, deren Einhaltung durch Sittenwächter gewährleistet wurde.

(Ag.)