Peter Bosek: „Die Bank muss auch Nein sagen können“

„Viele stecken einfach den Kopf in den Sand und hoffen, dass sich die Probleme von selbst lösen“, so Bosek über das Verdrängen der Realität bei vielen Schuldnern.
„Viele stecken einfach den Kopf in den Sand und hoffen, dass sich die Probleme von selbst lösen“, so Bosek über das Verdrängen der Realität bei vielen Schuldnern.(c) Voithofer Valerie
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Die leichte Verfügbarkeit von Konsumgütern auf Kredit hat etwas „Verführerisches“, sagt Erste-Privatkundenvorstand Peter Bosek. Trotz aller Eigenverantwortung seien aber auch die Banken in der Pflicht, Überschuldungen frühzeitig zu verhindern.

Sie haben sich als Manager eines der größten Gläubiger des Landes jüngst mit Schuldnervertretern auf ein Podium gesetzt und großes Verständnis für die Probleme überschuldeter Menschen sowie die schuldnerfreundliche Änderung des Privatkonkurses gezeigt. Das hat bei Gläubigervertretern für Ärger gesorgt. Verstehen Sie diesen Ärger?

Peter Bosek: Das Ausmaß des Ärgers verstehe ich überhaupt nicht. Es ist nachvollziehbar, dass der eine oder andere überrascht war. Wir können aber nicht in den Sonntagsreden immer von einer Kultur des Scheiterns reden, dann aber reflexartig nach alten Mustern agieren, wenn es um konkrete Maßnahmen geht.


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