Außenpolitik

Ruanda: Wahl im Schatten der Vergangenheit

Ein Unterstützer von Präsident Paul Kagame.REUTERS

Zum dritten Mal seit dem Völkermord von 1994 wählt das Land einen Präsidenten. Amtsinhaber Paul Kagame hat dafür gesorgt, dass er wieder antreten kann. Die Opposition ist chancenlos.

Kapstadt/Kigali. 1994 beendete Paul Kagame als Rebellenführer den Völkermord von Hutu-Extremisten an Tutsis und moderaten Hutus in Ruanda. Heute, Freitag, will sich der langjährige Präsident des Landes wiederwählen lassen. Unter seiner Führung hat sich der ostafrikanische Zwölf-Millionen-Staat von einem durch Hass und Gewalt zerstörten Land zum „Singapur von Afrika“ gewandelt. Vielen gilt Ruanda als Vorbild für den ganzen Kontinent. Aber der Erfolg hat seinen Preis: Kritik ist unerwünscht. Die wichtigsten Fragen zur Wahl.