Fed-Mitglied James Bullard will keinen Zinsschritt

FILE PHOTO - The seal for the Board of Governors of the Federal Reserve System in Washington
FILE PHOTO - The seal for the Board of Governors of the Federal Reserve System in WashingtonREUTERS
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"Der derzeitige Zinssatz ist wahrscheinlich in der nächsten Zeit angemessen", sagt der Chef der Fed in St. Louis.

Die US-Notenbank Federal Reserve steigt wieder auf die Zinsenbremse. Der US-Notenbanker James Bullard hat sich gegen eine baldige Zinserhöhung ausgesprochen. Es sei nicht damit zu rechnen, dass die Inflationsrate steige, selbst wenn sich die Lage am Arbeitsmarkt weiter verbessere, sagte der Chef der Fed von St. Louis am Montag. "Der derzeitige Zinssatz ist wahrscheinlich in der nächsten Zeit angemessen."

Bullard spricht sich seit längerem gegen Zinserhöhungen aus. Er ist in diesem Jahr zwar kein Mitglied des zinsentscheidenden Offenmarktausschusses, nimmt sehr wohl an den Beratungen teil. Die Fed hatte den Zins zuletzt im Juni angehoben und einen weiteren Schritt noch in diesem Jahr signalisiert. Die Fed strebt eine Teuerung in der Kernrate ohne Lebensmittel und Energie von zwei Prozent an. Derzeit liegt sie bei 1,5 Prozent.

Ähnlich wie die Europäische Zentralbank aktuell hat die Fed in den vergangenen Jahren Wertpapiere im Wert von mehreren Billionen gekauft und auf ihre Bücher genommen. Die kleinen Zinsschritte sollen die Notenbanker in eine Position bringen, diese Wertpapiere auch wieder abbauen zu können. Derzeit ist der Zeitplan für diesen Ausstieg aus der Krisen-Geldpolitik aber noch offen. Die EZB will ihre Anleihenkäufe bis Ende dieses Jahres beenden. Es ist aber auch eine Verlängerung möglich, sollte die Inflation bis dahin nicht deutlich angestiegen sein.

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