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Quergeschrieben

Weniger Steuern bedeuten mehr Freiheit für jeden

Warum eine niedrigere Staatsquote selbst dann höchst wünschenswert wäre, wenn sie die Leistungsfähigkeit des Landes nicht verbessern würde.


Seit ÖVP-Kanzlerkandidat Sebastian Kurz angekündigt hat, die Steuer- und Abgabenquote auf weniger als 40 Prozent der Wirtschaftsleistung der Republik absenken zu wollen, hyperventilieren linke Ökonomen und Publizisten, als hätte Kurz die Wiedereinführung der Kinderarbeit, die Abschaffung der Krankenversicherung oder eine Halbierung der Mindestpensionen gefordert. „Steuersenkung oder Sozialstaat – die radikale Senkung der Abgabenquote wäre sozial gefährlich und wirtschaftlich falsch“, ängstigte sich etwa jüngst der Ökonom Markus Matterbauer von der zwangsfinanzierten Arbeiterkammer (AK) in der Wochenzeitung „Falter“.

Dass eine Senkung der Staatsquote günstig für das Land wäre, bestreitet auch der Publizist Peter Michael Lingens regelmäßig: So etwas wäre „ohne Einfluss auf die Performance“ einer Volkswirtschaft. Den kleinlichen Einwand, dass in der Geschichte der vergangenen 100 Jahre all jene Staaten, die die höchsten Staatsquoten, so nahe 100 Prozent, aufwiesen – von der Sowjetunion bis Kuba – nicht so toll funktioniert haben, lassen wir jetzt höflichkeitshalber beiseite. Tatsächlich gibt es einige wenige durchwegs eher kleine Länder, in denen eine sehr hohe Staatsquote mit einer recht guten wirtschaftlichen Lage vereinbar zu sein scheint – etwa Dänemark, Finnland oder, mit Nachsicht aller Taxen, auch Österreich.