Robert Lugar schließt sich also der FPÖ an und wird dafür belohnt. Auch andere Mandatare haben die Seiten gewechselt, aber Wiederholungstäter wie Lugar gibt es nur wenige.
Wien. Spektakuläre Farbwechsel kennt man eigentlich nur aus dem Tierreich. Das Chamäleon zum Beispiel reagiert damit auf Wärme, Helligkeit und seine Artgenossen. Zur Spezies des politischen Chamäleons, das immer öfter im österreichischen Parlament vorzukommen scheint, besteht natürlich keine Artverwandtschaft. Obwohl es seine Farbe ebenso schnell den neuen Umständen anpassen kann. Mal ist es blau, mal orange, mal gelb und dann wieder blau.
Robert Lugar, bis vor Kurzem Klubobmann des Team Stronach, hat seine politische Karriere einst in der FPÖ begonnen. Über ein BZÖ-Ticket kam er 2008 in den Nationalrat. Vier Jahre später trat er dem neu gegründeten Stronach-Klub bei, den er diese Woche wieder verließ. Am Freitag gab Lugar bekannt, dass er zur FPÖ wechselt. Bei der Nationalratswahl am 15. Oktober wird er an achter Stelle der freiheitlichen Bundesliste kandidieren, einem ziemlich aussichtsreichen Platz. 2013 bekam die FPÖ genau acht Bundesmandate.