So einfach wie eine SMS: Echtzeit-Überweisung mit dem Handy kommt

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Die Bank Austria bietet in ihrer App ab sofort die Funktion "Geld an Handykontakte senden" an. Kontonummer des Empfängers muss dafür nicht angegeben werden. Weitere Banken werden folgen.

Die Bank Austria bietet ab sofort die Funktion „Geld an Handykontakte senden“ an. Weitere Banken werden folgen.
Die Funktion „Geld an Handykontakte senden“ ist seit August in der App „Mobile Geldbörse“ der Bank Austria verfügbar. Damit ist die erste österreichische Bank, die das von Payment Services Austria entwickelte Service einführt. Die Raiffeisen Bank soll Ende September folgen, auch andere Geldinstitute dürften bald die Funktion ihren Kunden anbietet.

Um „Geld an Handykontakte senden“ nutzen zu können, müssen sich Sender und Empfänger jeweils mit ihrer Telefonnummer in der App registrieren. Danach können sich registrierte Personen Geld über das Smartphone schicken. Die Transaktion wird in Echtzeit erledigt. Räumliche Nähe zwischen Sender und Empfänger wie bei NFC-Zahlungen ist nicht notwendig. Christian Noisternig, Vorstand bei der Bank Austria sagt: „Die Anwendungsmöglichkeiten sind sehr vielfältig, sei es dass man Freunden den Anteil an der gemeinsamen Essensrechnung oder Kindern das Taschengeld geben will.“ Das Tageslimit beträgt 400 Euro, das Wochenlimit 1000 Euro.

Kontodaten müssen nicht bekannt sein

Der Vorteil des neuen Features: “Man muss die Kontodaten des Empfängers nicht kennen und das Geld wird sofort auf das Bankkonto des Empfängers gebucht, die Eingabe von IBAN oder Kartennummer ist nicht notwendig“, heißt es in der Aussendung. Sprich: Das Versenden von Geld ist künftig so einfach wie das versenden einer SMS.

Über die neue Funktion kann man nicht nur Geld senden, sondern auch Geld von Freunden und Bekannten anfordern. Man wählt die Funktion in der App aus, gibt den Kontakt und den entsprechenden Betrag sowie bei Bedarf zusätzlich eine Nachricht ein. Der Empfänger kann die Zahlung dann abschließend in seiner App veranlassen.

Übrigens: Nicht nur Banken führen Überweisungen über das Handy ein: Auch WhatsApp hat Pläne. Mit „WhatsApp Payment“ werden freigeschaltete Nutzer die Möglichkeit erhalten, Sofortüberweisungen an Kontakte zu tätigen. Wann der Service eingeführt wird, ist derzeit noch unklar.

(Red.)

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