Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

ÖVP-Bundesliste: Josef Moser tritt für Liste Kurz an

Josef Moser (Archivbild)(c) Stanislav Jenis
  • Drucken

Sebastian Kurz hat einen weiteren Quereinsteiger gefunden. Dem Vernehmen nach kandidiert Ex-Rechnungshofpräsident Josef Moser auf der Bundesliste der ÖVP.

Linz/Graz/St. Pölten. Auf der ÖVP-Bundesliste gibt es eine weitere Überraschung: Dem Vernehmen nach tritt Ex-Rechnungshofpräsident Josef Moser für das Team von ÖVP-Parteiobmann Sebastian Kurz an. Moser gilt als Finanz- und Wirtschaftsexperte. Er ist derzeit Präsident des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria und steht an der dritten Stelle der Bundesliste.

In den Bundesländern kommen viele Vertreter der Jungen ÖVP zum Zug. In Oberösterreich beispielsweise folgt nach „Presse“-Informationen hinter dem Listenersten, ÖAAB-Obmann August Wöginger, auf dem zweiten Platz mit der 22-jährigen Claudia Plakolm die jüngste Kandidatin auf einem sicheren Listenplatz. Nach der Nationalratswahl am 15. Oktober dürfte sie eine der jüngsten Parlamentarierinnen seit 1945 sein. In Oberösterreich ist der formale Beschluss noch ausständig, in den ÖVP-Landesparteien in Niederösterreich, der Steiermark, im Burgenland und in Salzburg sind die Listen seit Mittwoch fix.

Im benachbarten Niederösterreich rangiert hinter ÖVP-Spitzenkandidat Innenminister Wolfgang Sobotka eine Ex-JVP-Vizechefin (bis 2016) auf Platz zwei: Die 30-jährige Wirtschaftsinformatikerin Eva-Maria Himmelbauer aus dem Bezirk Hollabrunn ist bereits seit 2012 im Hohen Haus. Schon vor Kurzem hat auf der Vorarlberger ÖVP-Liste JVP-Landeschef Raphael Wichtl (24) den zweiten Platz eingenommen.

Kurz-Nachfolger auf Platz drei

Schwieriger wird es für den designierten Nachfolger von Kurz in der JVP, Stefan Schnöll. Er rangiert zwar auf dem dritten Listenplatz der Salzburger ÖVP, aus der bisher zwei Mandatare kommen. Nach Informationen aus der ÖVP hat es Druck gegeben, Schnöll einen möglichst aussichtsreichen Platz als Bewerber einzuräumen.

Die 22-jährige Wirtschaftspädagogikstudentin Plakolm ist erst seit Oktober 2016 JVP-Landesobfrau. Sie kommt aus Walding (Bezirk Urfahr-Umgebung) wenige Kilometer von Linz entfernt. Ihr Vater, Johann Plakolm, ist in Walding Bürgermeister.

Mit Wöginger wird ein erfahrener ÖVP-Mandatar Spitzenkandidat. Auf Wunsch von ÖVP-Landeschef Thomas Stelzer werden zwei Mediziner als Quereinsteiger an aussichtsreicher Stelle auf der ÖVP-Liste aufscheinen.

Mediziner als Quereinsteiger

Es handelt sich um den Primar an der Klinik Wels-Grieskirchen, Werner Saxinger, sowie Christian Lampl, Vorstand für Akutgeriatrie im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz.

In Niederösterreich folgt nach Sobotka und Himmelbauer Finanzminister Hans-Jörg Schelling auf Platz drei. 2013 erreichte die ÖVP zwei Sitze über die Landesliste, neun über Regionalwahlkreise.

In der Steiermark wird die Liste von der Ex-Bürgermeisterin von Pürgg-Trautenfels in der Obersteiermark, der Gastronomin Barbara Krenn, angeführt. Sie ist wie in Tirol Kira Grünberg an den Rollstuhl gebunden. Dahinter folgt der Parlamentarier Werner Amon.

Die steirische ÖVP setzt einen Wissenschaftsschwerpunkt. Daher nimmt TU-Professorin Juliane Bogner-Strauß Platz drei vor Exrektor Josef Smolle ein. Dahinter folgt die Frank-Stronach-Überläuferin Kathrin Nachbaur.

Eine Überraschung gibt es im Burgenland: Dort wird ORF-Moderatorin Gaby Schwarz ÖVP-Spitzenkandidatin. Sie soll darüber hinaus auch Platz vier auf der Bundesliste erhalten. Platz zwei hinter Kurz auf der Bundesliste geht, das hat die ÖVP bestätigt, an Generalsekretärin Elisabeth Köstinger. Die Kärntner EU-Abgeordnete durchbricht die Phalanx der Quereinsteiger. 100 waren auf der Bundesliste angekündigt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.08.2017)