Missbrauch: Irlands Bischöfe bitten um Vergebung

Erzbischöfe von Dublin sollen über drei Jahrzehnte lang Kindes-Missbrauch verschwiegen haben
(c) AP (Morrison)

Die Erzbischöfe von Dublin sollen über drei Jahrzehnte lang Kindes-Missbrauch durch Priester verschwiegen haben. Irlands Bischöfe räumten ein, die Vertuschungs-Kultur sei innerhalb der Kirche weit verbreitet.

Die katholischen Bischöfe Irlands haben wegen des sexuellen Missbrauchs von Kindern durch Priester und die Vertuschung durch die Kirche um Vergebung gebeten. Bei einer Konferenz in Maynooth erklärten die Bischöfe am Mittwoch, ein jüngst veröffentlichter Bericht über den Missbrauch habe Verdorbenheit in schockierendem Ausmaß zutage gefördert. Sie räumten ein, eine Vertuschungskultur bei Missständen sei innerhalb der Kirche offenbar weit verbreitet.

"Wir sind zutiefst schockiert über das Ausmaß und die Verderbtheit des in dem Bericht beschriebenen Missbrauchs", erklärten die Bischöfe. "Wir schämen uns dafür in welchem Umfang der sexuelle Missbrauch von Kindern in der Erzdiözese Dublin vertuscht wurde."
Skandale zu verhindern, den guten Ruf von Einzelpersonen und der Kirche insgesamt aufrechtzuerhalten habe über dem Wohl und der Sicherheit von Kindern gestanden. "Dies hätte nie geschehen dürfen und darf nie wieder passieren - wir bitten demütig um Vergebung", heißt es weiter.

Ein Bericht der Juristin Yvonne Murphy, der im November veröffentlicht worden war, kam zu dem Schluss, dass die Erzbischöfe von Dublin über drei Jahrzehnte lang Missbrauch durch Priester verschwiegen hatten, statt ihn anzuzeigen. Ein Priester gestand, sich an mehr als hundert Kindern vergangen zu haben. Ein anderer gab zu, er habe ein Vierteljahrhundert lang alle paar Wochen sexuellen Missbrauch begangen.

(Ag.)

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