Die FPÖ, ein bisschen was für alle

Heinz-Christian Strache (l.) im Gespräch mit Tarek Leitner.
Heinz-Christian Strache (l.) im Gespräch mit Tarek Leitner.APA/GEORG HOCHMUTH
  • Drucken

Analyse. Heinz-Christian Strache gibt den netten Rechtspopulisten von nebenan und verschickt Signale an so ziemlich alle Zielgruppen. Wird die FPÖ beliebig? Oder steckt da System dahinter?

Die sanfte Phase von Heinz-Christian Strache dauert jetzt schon relativ lange. Und es sieht nicht danach aus, als wollte er daran etwas ändern, also zu den rauen, angriffigen Tönen zurückkehren, die sein erstes Jahrzehnt als FPÖ-Chef (2005 bis 2015) geprägt haben. Gemütlich saß Strache am Montagabend im „Sommergespräche“-Studio des ORF vor dem Parlament und plauderte mit Interviewer Tarek Leitner über die Pläne der FPÖ, als wäre gerade nicht Wahlkampf. Als gäbe es keine Umfragen, die zeigen, dass die Freiheitlichen unter der nach rechts gerückten ÖVP leiden.

Strache gab den netten Rechtspopulisten von nebenan. Ein bisschen Migrationskritik, ein bisschen direkte Demokratie, ein bisschen Wirtschaftspolitik. Ein bisschen von allem. Im Moment ist noch nicht klar, mit welchen Themen und Botschaften die FPÖ in diesem Wahlkampf auffallen möchte, um eventuell wieder Stimmen von der ÖVP zurückzuholen. Strache wirkte eingeschüchtert. Hin und her gerissen. Noch unschlüssig, auf welche Seite er sich schlagen, auf welche Zielgruppen er setzen soll.

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.