Obama in Oslo
Könige, Flecken am Sakko und Handys statt Fackeln
US-Präsident Barack Obama wurde am 10. Dezember in Oslo der Friedensnobelpreis überreicht. In seiner Dankesrede ließ er aufhorchen: Krieg, obschon Zeugnis menschlichen Versagens, sei manchmal notwendig, um das Böse in der Welt zu bekämpfen. Auf diesem Bild scheint es so, als ob Obama deshalb eine Träne in den Augen hätte.
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Der Vorsitzende des Komitees, Thorbjørn Jagland, hat die Entscheidung gegen alle Kritik verteidigt und lobte den Einsatz Obamas für eine Welt ohne Atomwaffen, im Kampf gegen den Klimawandel und für ein kooperatives Klima in der Weltpolitik.
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Obama räumte bei seiner Rede die "beachtliche Kontroverse" ein, die die Vergabe des Preises an ihn ausgelöst habe. Ursache sei "zum Teil, dass er "am Anfang und nicht am Ende seiner Arbeit auf der Weltbühne" stehe. Verglichen mit anderen großen historischen Figuren wie Albert Schweitzer und Nelson Mandela sei das bisher von ihm Erreichte gering.
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Schnell noch schneuzen und Haare "kampeln" vor dem großen Auftritt: Und auch ein Präsident und Friedensnobelpreisträger ist nicht gefeit vor Flecken auf seinem Sakko.
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Empfang im Palast für die Obamas: König Harald (2.vonlinks) schreitet auf Barack Obama zu. Auch Königin Sonja (3.von links), Kronprinz Haakon (4. von links) und Kronprinzessin Mette-Marit wohnen dem Empfang bei.
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Begleitet vom Applaus des Publikums betreten Barack und Michelle Obama die Stadthalle von Oslo.
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Prominente Gäste waren bei der Verleihung des Nobelpreises in Oslo anwesend - wie etwa Schauspieler Will Smith mit Ehefrau Jada und Tochter Willow.
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Strenges Zeremoniell bei der Verleihung der Nobelpreise: Dazu gehört auch die Unterschrift im Gästebuch des norwegischen Nobel-Instituts. Obama schrieb einen längeren Eintrag, was seine Frau Michelle zu der Bemerkung veranlasste: "Schreibst Du gerade ein Buch?"
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Stolz ist Obama auf die Auszeichnung - das steht ihm ins Gesicht geschrieben.
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Auch die First Lady verriet mit ihrem Mienenspiel, dass der Stolz auch auf ihrer Seite war.
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Im Showprogramm der Verleihungszeremonie: Die US-amerikanische Jazz-Bassistin und Sängerin Esperanza Spalding.
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"Mein rechter, rechter Platz ist leer..." Scheint so, als ob Obama hier noch einmal die Eckpunkte seiner Rede durchgegangen ist.
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Aber dann gabs doch noch Applaus von ihm für ihn. Und auch von Kaci Kullmann, Mitglied im Nobelpreis-Komitee.
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In Oslo ist es Tradition, den Friedensnobelpreisträger mit Fackeln zu huldigen. Die Huldigung gab es auch bei Obama, es kamen sogar über 20.000 Menschen...
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... die Fackeln wurden allerdings durch Handys und Kompakt-Kameras ausgewechselt. Vorteil dieser technischen Entwicklung: Die digitale Ablichtung des Objekts der Begierde, in diesem Fall Barack Obama.
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Und die Obamas sorgten für Blitzlichtgewitter aus den Handys und Kompaktkameras: Sie zeigten sich am Hotelfenster.
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