Wiener Flughafen-Schnellbahn S7 fährt ab 4. September öfter

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Zur Hauptverkehrszeit fahren künftig vier statt zwei Züge pro Stunde zwischen Floridsdorf und Wolfsthal, die zusätzlichen Verbindungen sind zudem schneller unterwegs.

Die Flughafen-Schnellbahn wird deutlich aufgestockt: Ab 4. September fahren zur Stoßzeit stündlich vier statt bisher vorrangig zwei S7-Verbindungen zwischen Floridsdorf und Wolfsthal. Das bringt pro Tag 28 neue Züge oder 11.600 Sitzplätze, rechneten die zuständigen Landesräte aus Wien und Niederösterreich, Renate Brauner (SPÖ) und Karl Wilfing (ÖVP), am Freitag in einer Pressekonferenz vor.

Das Angebot richtet sich in erster Linie an die vielen Pendler, die täglich - auch aus dem Süden - vom benachbarten Bundesland in die Hauptstadt fahren. "Wir wollen es den Menschen so einfach wie möglich machen, nicht mehr mit dem Auto fahren zu müssen", sagte Brauner.

Die zusätzlichen Verbindungen werden im Wesentlichen werktags von 5.00 bis 9.00 sowie von 15.00 bis 19.00 Uhr unterwegs sein. Eingesetzt wird die neueste S-Bahn-Generation - die barrierefreien "Cityjets".

Halt nicht in allen Stationen

Mit den neu eingeflochtenen Zügen ist man außerdem etwas schneller von Niederösterreich in Wien oder umgekehrt, da sie nicht in allen Stationen halten. Ausgelassen werden die Haltestellen Mannswörth, Zentralfriedhof, Geiselbergstraße und Vienna Biocenter St. Marx. Damit ersparen sich Passagiere, die aus Wolfsthal kommen, bis zu zehn Minuten Fahrzeit in die Arbeit, betonte Wolfgang Schroll, Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Ost-Region (VOR). Vom Flughafen zur Landstraße dauert die Fahrt in diesen Garnituren künftig 20 Minuten - statt der herkömmlichen 25 Minuten. Schneller als der CAT (16 Minuten) ist man aber mit der S-Bahn weiterhin nicht.

ÖBB-Chef Andreas Matthä verwies auf die etwas schwierigen Planungen, da die Trasse an sich schon dicht befahren werde. Die Maßnahme sei aber nicht zuletzt wichtig für die Touristen. Zuletzt sei auf der S7 die Fahrgastanzahl derart gestiegen, dass es mit den Sitzplätzen eng geworden sei, so Matthä.

Die Kosten für die Taktverdichtung teilen sich Wien und Niederösterreich zur Hälfte. Je eine Million Euro machen die beiden Bundesländer pro Jahr dafür locker.

U1-Verlängerung: Busse für Pendler werden verdichtet

Mit 4. September eröffnet zudem die U1-Verlängerung nach Oberlaa, in Favoriten tritt dann auch die flächendeckende Kurzparkzone in Kraft. Um Pendler schon möglichst weit am Stadtrand abzufangen und in die öffentlichen Verkehrsmittel zu bringen, werden auch umliegende Buslinien verdichtet. "Insgesamt kommen 40 Verbindungen täglich aus der Region nach Oberlaa dazu", freute sich Wilfing. Dichtere Takte und längere Betriebszeiten gibt es zum Beispiel für die Linien 226 und 227 (Oberlaa-Himberg), 266 (Oberlaa-Schwechat) sowie 120 und 200, die von Eisenstadt kommen. Ein Ausbau der Park-and-Ride-Anlagen ist ebenfalls vorgesehen.