Park statt Parken: Ärger und Freude mit den Straßengärten

Das Atelier Kopfhoch und sein Parklet in der Luftbadgasse im sechsten Bezirk.
Das Atelier Kopfhoch und sein Parklet in der Luftbadgasse im sechsten Bezirk.(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Sie sorgen für bunte Flecken am Straßenrand: Sogenannte Parklets, die von Anrainern selbst in der Nachbarschaft gestaltet werden. Die Zahl dieser kleinen, konsumfreien Freiräume wächst, auch, weil die Stadt die Errichtung fördert. Die Initiative hat aber nicht nur Freunde – nehmen sie doch Autofahrern die Parkplätze weg.

Wenig charmant werden sie Parkplatzmörder genannt. Parkplatzdiebe. Oder auch Grünraum-Aktivisten, womit sie wohl eher leben können: Sind sie doch Menschen, die den Flecken Beton, auf dem sonst ein oder zwei Autos am Straßenrand parken, verwandelt haben. Temporär, den Sommer über. In einen kleinen Garten, vielleicht sogar mit Planschbecken zum Beine-Abkühlen an heißen Großstadtsommertagen. Oder in eine Art ebenerdige Terrasse mit Tischen und Bänken. Manchmal mit einem kleinen Bücherschrank, in dem Romane zum Ausborgen warten. Keine Frage, so ein Parklet kann viele Spielarten haben.

Nein, den Ausdruck „Parklet“ muss man nicht kennen, kaum jemandem in Wien ist er schon ein Begriff. Auch wenn das Phänomen an sich im Stadtbild doch deutlich zu erkennen ist, zumindest, wenn man in den dichter verbauten Bezirken unterwegs ist, in denen Grün- und Freiräume sonst rar sind: Da sind da und dort Parklets entstanden, die von Anrainern kreativ gestaltet wurden. 30 geförderte sind es in diesem Sommer schon, im Vorjahr gab es erst 15, im Jahr davor überhaupt erst drei.

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