Geschmatze und Geplärre
Politiker beim Kinder-Küssen
Kaum entdeckt ein Politiker im Publikum einen Bürger unter sechs Kilogramm, stürzt er sich auf das brabbelnde Bündel. Weil Babys aber recht unberechenbar sein können, kann das auch kräftig schief gehen.
Ob politisch links, rechts oder Mitte, ob hierzulande oder am anderen Ende der Welt: Kaum entdeckt ein Politiker im Publikum einen Bürger unter sechs Kilogramm, stürzt er sich auf das brabbelnde Bündel (vorzugsweise wird es ihm von der Mutter dargereicht). Im Bild: Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll
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Das soll Glück bringen und dem Kandidat Gelegenheit geben, inmitten einer hart-auf-hart-Kampagne auch einmal seine menschliche Seite zu zeigen. Weil Babys aber recht unberechenbar sein können, kann das auch kräftig schief gehen.
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Das tut der Motivation keinen Abbruch: George W. Bush versuchts nochmal - auch diesmal ist das Resultat auch eher skurril als staatsmännisch.
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Dass die Küsserei nicht immer zur Freude der Kleinen abläuft, versteht sich von selbst. Argentiniens Ex-Präsident Nestor Kirchner macht noch gute Mine zum bösen Spiel.
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Brasiliens Präsident Lula da Silva versucht, das Baby noch rasch loszuwerden, bevor es kompromittierende Fotos gibt - zu spät.
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Algeriens Präsident Abdelaziz Bouteflika hat nicht rasch genug reagiert, jetzt hat er das plärrende Kind im wahrsten Sinne des Wortes am Hals.
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Auch Hamas-Leader Ismail Haniyeh kommt bei den Kids nicht allzu gut an.
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Bundespräsident Heinz Fischer versucht es mit Bestechung.
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Das braucht Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad offenbar nicht. Kaum zu glauben, mit seinem Schmatzer lockt der Schreck des Westens iranischen Kindern ein Lächeln aufs Gesicht.
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Auch Hillary Clinton scheint gut mit Kindern zu können.
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Das Küsschen des französischen Alt-Präsidenten Jacques Chirac ruft dagegen Erinnerung an den klassischen Oma-Kuss wach.
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Für Eltern, die vermeiden wollen, dass ein Politiker zwecks Imagepolitur den Nachwuchs an sich reisst, hat Zazzle.de den passenden Body. Sicher ist sicher.
Für Eltern, die dagegen besonders darauf stehen, den eigenen Nachwuchs von Politikern, Häuptlingen, Clanchefs, Königen und sonstigen Oberchargen küssen zu lassen, gibt es auch etwas ... Im Bild: Nicolas Sarkozy vor der Baby-Überreichung.
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... zumindest, wenn es ein Schmatz von US-Präsident Obama sein soll. Ein Student hat im US-Wahlkampf die Webseite "Send Barack your Baby" eingerichtet.
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Kinder sagen (neben Betrunkenen) die Wahrheit, sagt man. Tony Blair sollte das wohl zu denken geben (auch wenn es in diesem Fall nur Körpersprache ist).
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Auch der Street-Talk von Portugals Ex-Präsident Mario Soares scheint nicht gut anzukommen.
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Und Venezuelas Präsident Hugo Chavez muss sich schon mit dreijährigen Kritikern abgeben.
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Dass Wladimir Putin Kindern Angst einjagen kann, ist spätestens jetzt klar.
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Beim stets lächelnden Bundeskanzler Faymann scheinen sich die Kids dafür wohl zu fühlen.
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Manchmal üben dafür sogar die Kleinsten aktiv Rache dafür, dass sie als Image-Politur missbraucht werden. Im Bild: Kanadas Premier Stephen Harper.
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Auch die selbst kinderlose Angela Merkel lässt es sich übrigens nicht nehmen, im Kindergarten zu posieren. Sie geht das Thema zumindest dezenter an (sieht aber dabei genauso hilflos aus wie andere). (beba)
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