Pensionist führt Düringer-Liste G!LT an

Wahlurne
Wahlurne(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Bis heute 24 Uhr müssen sämtliche Bundeslisten eingereicht sein. Peter Pilz ist Nummer eins der Liste Pilz.

Mit dem heutigen Tag stehen die Kandidaten für die Nationalratswahl endgültig fest. Denn um 24 Uhr müssen sämtliche Bundeslisten eingereicht sein. KPÖ, Liste Pilz und G!LT haben neben den im Parlament vertretenen Fraktionen sowie der Freien Liste Österreich nunmehr ihre Wahlvorschläge eingebracht. Dazu kommen dürften noch die Weißen.

An der Spitze der Liste Pilz steht Gründer Peter Pilz, gefolgt von Startup-Coach Stephanie Cox. Wie erwartet einen prominenten Listenplatz ergattert hat Anwalt Alfred Noll, der mit Pilz die Liste initiiert hat. Platz vier ging an die bisherige SPÖ-Abgeordnete Daniela Holzinger. Sollte es die Liste Pilz in den Nationalrat schaffen, darf sich auch der bisherige Grüne Budgetsprecher Bruno Rossmann als Listenfünfter Hoffnungen machen. Die Top-Sechs werden von Anwältin Alma Zadic abgeschlossen. Die prominente Biochemikerin Renee Schröder, die an der Spitze der Salzburger Landesliste steht, ist Achte der im Reißverschluss-System gestalteten Bundesliste.

Die Kommunisten, die diesmal als KPÖ PLUS antreten, haben zum mittlerweile vierten Mal Mirko Messner an die Spitze ihrer Bundesliste gesetzt, gefolgt von Flora Petrik, die mit ihren "Jungen Grünen" die Krise ihrer ursprünglichen Partei initiiert hatte. Am letzten Listenplatz ist Ernest Kaltenegger zu finden, der in der Steiermark im Allgemeinen und in Graz im Speziellen für den bis heute anhaltenden Höhenflug der Kommunisten in der Region gesorgt hatte.

Die jüngste Kandidatin ist mit Jahrgang 1999 eine 18-jährige Gmundnerin, die älteste Kandidatin hat bereits das 86. Lebensjahr erreicht. Mit 127 Frauen und 127 Männern kandidieren exakt gleich viele Frauen und Männer für die KPÖ PLUS, wie am Montag per Aussendung mitgeteilt wurde.

Liste G!LT per Los ausgeschnapst

Per Los ausgeschnapst hat sich die Liste G!LT des Kabarettisten Roland Düringer, wie die Listenplätze verteilt werden. Platz eins ging an Günther Lassi, einen 70-jährigen Pensionisten.

Bei den Weißen war bis Montagmittag unklar, mit welchen Bundes-Kandidaten man ins Rennen geht. Ihr Antreten in allen neun Ländern ist aber gesichert, da drei ehemalige Mandatare des Team Stronach die dafür notwendigen Unterschriften abgeliefert haben.

Längst klar ist, wer für die bisherigen Parlamentsparteien auf den Bundeslisten steht. Die SPÖ wird von Kanzler Christian Kern und Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner angeführt, die ÖVP von Außenminister Sebastian Kurz und Generalsekretärin Elisabeth Köstinger. Die Freiheitlichen haben die ersten beiden Plätze für Parteichef Heinz-Christian Strache und dem Dritten Nationalratspräsidenten Norbert Hofer reserviert. Bei den Grünen gingen die Vizepräsidentin des Europaparlaments Ulrike Lunacek und Klubvize Werner Kogler aus den internen Vorwahlen als Spitzenpersonal hervor. Bei den NEOS ist Parteigründer Matthias Strolz die Nummer eins, gefolgt von der früheren Präsidentin des Obersten Gerichtshofs Irmgard Griss.

Dazu komme noch die Freie Liste Österreich, die wie die Weißen über drei Abgeordneten-Unterschriften für ein bundesweites Antreten verfügt. Hier stehen zwei langjährige Freiheitliche an vorderster Front. Barbara Rosenkranz ist Spitzenkandidatin, Listenzweiter Parteigründer Karl Schnell.

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