Die scharfe Wende in der Euro-Dollar-Relation hat mit der Politik von US-Präsident Donald Trump zu tun. Große Sprünge sind aber nicht mehr absehbar.
Wien. Wer sich fragt, wieso Devisenspekulationen zur Königsklasse der Finanzwetten gehören, muss sich nur die Kurskurve des Euro zum Dollar ansehen: Vor ein paar Monaten lag der Eurokurs nur noch knapp über der Dollarparität, und renommierte Analysten amerikanischer Großbanken prophezeiten, dass bald deutlich mehr als ein Euro für einen Dollar zu bezahlen sein werde.
Jetzt, ein Dreivierteljahr später, ist ein Euro rund 1,20Dollar wert. Ein Anstieg um circa 14 Prozent seit Jahresbeginn. Und dieselben Analysten, die vor ein paar Monaten ein Unterschreiten der Dollarparität vorhergesehen haben, trauen der Europawährung nun kurzfristig Kurse von 1,23 Dollar und mehr zu.