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46 Prozent glauben an parteipolitische Bevorzugung im ORF

Symbolbild: ORF-Zentrum
Symbolbild: ORF-Zentrum(c) Clemens Fabry (Presse)
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Die meisten Befragten sehen die SPÖ bevorzugt, dahinter folgen ÖVP und Grüne. ORF-Moderator Leitner kritisiert die "Unwahrheiten" in Zusammenhang mit seinem Urlaub mit Kanzler Kern.

Fast die Hälfte der Österreicher glaubt an parteipolitische Bevorzugung in der ORF-Berichterstattung. Laut einer vom Magazin "profil" in Auftrag gegebenen Umfrage sind es exakt 46 Prozent. Die meisten Befragten sehen die SPÖ bevorzugt (36 Prozent). Immerhin noch 15 Prozent halten die ÖVP für privilegiert, acht Prozent die Grünen und sechs Prozent die FPÖ. Für die Umfrage wurden 500 Personen befragt, Mehrfachnennungen bezüglich der bevorzugten Parteien waren möglich.

28 Prozent der Befragten meinen, laut der Vorabmeldung von "profil", dass alle Parteien durch den ORF gleich behandelt werden. 26 Prozent machten keine Angabe zu der Frage.

Das Thema war zuletzt wieder aktuell geworden, da das ORF-"Sommergespräch" mit SPÖ-Chef Christian Kern von Tarek Leitner geleitet wurde, der mit dem Kanzler in dessen Zeit als ÖBB-Vorstand einen Familienurlaub verbracht hatte. Besonders der frühere Grüne und nunmehrige ÖVP-Kandidat Efgani Dönmez hatte sich darüber entrüstet und auch noch von einem zusätzlichen Urlaub in Kerns Zeit als Kanzler gesprochen, der aber offenbar nicht stattgefunden hat.

Leitner: Umstand wurde "mit Unwahrheiten angereichert" 

Leitner meint dazu im "profil", von sich aus schon vor den "Sommergesprächen" über den Urlaub mit Kern zu dessen Zeit als ÖBB-Chef öffentlich berichtet zu haben. Dieser Umstand sei dann "mit Unwahrheiten angereichert" worden, "die sich skandalisieren ließen". Darauf hätten der ORF und er reagiert, "indem wir dem ÖVP-Kandidaten anwaltlich mitteilen ließen, dass er die Verbreitung von Unwahrheiten unterlassen soll". Leitner geht davon aus, "dass er dem nachkommen wird".

(APA/Red.)