Sie ist bei der Landjugend und bald im Parlament: Elisabeth Feichtinger, die erste Frau im Bürgermeisteramt in Altmünster, die jüngste noch dazu. Sie besetzt Platz zehn der SPÖ-Bundesliste.
Wien. „Ich sehe mich nicht als Politikerin“, sagt Elisabeth Feichtinger (29). „Ich bin Arbeiterin für die Menschen. Wenn ein Mistkübel übergeht, dann nehme ich das mit. Ich habe mir vorgenommen, dass ich mir in meinem Leben für nix zu schade sein will.“
Es sind nicht nur Sätze wie diese, die relativ schnell erkennen lassen, dass Feichtinger eine unkonventionelle Politikerin ist: Vor zwei Jahren wurde die Altmünsterin mit 27 Jahren die jüngste Bürgermeisterin des Bezirks Gmunden (Oberösterreich). Dazu war die Pädagogin die erste Frau in diesem Amt in ihrem Heimatort – und auch die erste Sozialdemokratin. Altmünster am Traunsee war davor seit 1945 ÖVP-geführt. Feichtinger ist katholisch, bei der Landjugend – und die Überraschung auf der SPÖ-Bundesliste. Kanzler Christian Kern hat sie prominent auf Platz zehn gereiht – sie hat gute Chancen auf ein Nationalratsmandat.