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Mehr Substanz dem Denkmal!

Denkmalschutz-NGOs leisten in Österreich Sisyphusarbeit, um Defizite der Denkmalschutzbehörde zu kompensieren. Ihre Forderung: sich endlich der zahlreichen noch nicht geschützten Baudenkmäler des 20. Jahrhunderts anzunehmen.

Oft über Nacht, kurz bevor Baudenkmäler ohne Schutzstatus abgerissen oder umgebaut werden sollen, müssen sich NGOs wie DOCOMOMO Austria oder die Initiative Denkmalschutz organisieren. Mit Hochdruck und mit ehrenamtlich erarbeiteten Dossiers wird dann versucht, Eigentümern, Entscheidungsträgern und auch dem Bundesdenkmalamt (BDA) die Bedeutung und Erhaltungswürdigkeit ihres Bauwerks zu vermitteln. Nicht immer werden sie ignoriert.

Beim Silogebäude der Rauchmühle in Salzburg-Lehen (1913), einer baukulturell wertvollen, vom Denkmalamt nicht erkannten Landmark inmitten eines von Nachkriegsbauten geprägten Stadtteils, konnte die Initiative Um+Bau+Kultur Salzburg den Totalabbruch verhindern. Die Stadt Salzburg selbst kaufte schließlich diesen Teil der Mühle, obwohl sie zuvor keinen Raumbedarf gesehen und eine Depotnutzung für das Salzburg Museum abgelehnt hatte.