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Erdbeben: Pazifische Platte unter amerikanische gedrückt

In Mexiko-Stadt wird vielerorts mit vereinten Kräften nach Menschen unter den Trümmern gesucht.
In Mexiko-Stadt wird vielerorts mit vereinten Kräften nach Menschen unter den Trümmern gesucht.APA/AFP/MARIO VAZQUEZ
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Zum Glück sei der Knick an einer der Platten in großer Tiefe entstanden, sonst hätte es viel mehr Opfer geben können.

Die geologische Konstellation des Erdbebens vom Dienstag sag laut den Experten der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) so aus, dass Mexiko an einer womöglich viel größeren Katastrophe vorbeigeschrammt ist. Laut Wolfgang Lenhardt, Leiter der Abteilung Geophysik der ZAMG, hat sich die Pazifische Platte unter die amerikanische geschoben.

Dabei bekam sie einen Knick an der Oberkante, der aber glücklicherweise in großer Tiefe lag. Damit befand sich auch das Hypozentrums des Bebens sehr tief unten. Wäre es wesentlich höher gelegen, hätte es wohl bedeutend mehr Opfer gegeben. Letztlich sei es zu Zugspannungen an der Oberfläche des Knicks gekommen.

Ausgetrockneter See verstärkt Erdstöße

An sich gebe es im Umfeld von Mexico City nicht allzu viele Erdbeben - glücklicherweise, denn die mexikanische Hauptstadt stehe auf dem Grund eines ausgetrockneten Sees. Die Sedimente des ehemaligen Gewässers würden die Auswirkungen von Erdstößen multiplizieren.

Lenhardt wies auch darauf hin, dass der Erdstoß vom Dienstag eigentlich nichts mit dem Beben im Süden des Landes vor knapp zwei Wochen zu tun habe. Es gehe zwar um die selbe Platte, aber das Erdbeben von Chiapas und Oaxaca sei an der Unterkante der Platte entstanden.