Vor vier Jahren startete Woom mit der Herstellung von Kinderfahrrädern. Das Geschäft läuft erstklassig. Kredit gibt es trotzdem keinen.
Wer versucht, auf dem Kleinanzeigenportal Willhaben ein gebrauchtes Rad des heimischen Kinderfahrradproduzenten Woom zu erstehen, erfährt hautnah, was das Wort Nachfrageboom bedeutet. Sobald ein Exemplar online gestellt wird, ist es in der Regel auch schon wieder verkauft. Der bezahlte Preis liegt dabei oft nur geringfügig unter jenem eines neuen Modells. Aber die Neuware ist halt – vor allem im Frühjahr – oft wochenlang vergriffen. Man kann also sagen: Das Geschäft bei dem erst 2013 gestarteten Unternehmen läuft hervorragend. Die Räder werden der in Klosterneuburg beheimateten Firma förmlich aus den Händen gerissen.
Umso überraschender war daher das Angebot, das Woom im Sommer an ausgewählte potenzielle Investoren versandte: Damit das Wachstum von 150 Prozent pro Jahr auch 2018 weitergehen könne, sei man auf Privatkredite angewiesen. Bei einer Laufzeit von zwölf oder 24 Monaten boten die Klosterneuburger sechs Prozent Zinsen an. Angesichts des aktuellen Niedrigzinsumfeldes eine außerordentlich hohe Rendite.