Trump zu Nordkorea: „Sie werden nicht mehr lang hier sein“

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Schlagabtausch zwischen dem US–Präsidenten und Kims Regime.

Washington/Pjöngjang. Die Atomkrise zwischen Nordkorea und den USA spitzt sich gefährlich zu. Am Wochenende schickten die Amerikaner mehrere Kampfflugzeuge in den Luftraum vor der nordkoreanischen Küste. So nah seien US-Bomber Nordkorea in diesem Jahrhundert noch nicht gekommen, teilte das Pentagon mit. Die Aktion unterstreiche, wie ernst die USA das verwegene Verhalten Pjöngjangs nehmen. Das nordkoreanische Regime hatte zuletzt eine Wasserstoffbombe und Raketen getestet.

In einer martialischen Rede vor der UNO drohte US-Präsident Trump Nordkorea daraufhin mit der völligen Vernichtung. Der nordkoreanische Außenminister, Ri Yong-ho, erklärte danach vor der Generalversammlung, Trump habe mit seiner Ansprache einen unumkehrbaren Fehler begangen. Nordkorea werde erbarmungslose, präventive Schritte unternehmen, wenn die USA versuchten, einen Enthauptungsschlag gegen die Regierung auszuführen. „Der Besuch unserer Raketen im gesamten US-Festland ist unausweichlich geworden“, sagte Außenminister Ri. Das wiederum wollte das US-Staatsoberhaupt nicht unkommentiert lassen. In der Nacht auf Sonntag meldete sich Trump per Twitter zu Wort: „Ich habe gerade den Außenminister von Nordkorea bei der UNO sprechen gehört. Wenn er die Gedanken des kleinen Raketenmannes wiederholt, werden sie nicht mehr lang hier sein.“

Zwei Drittel der US-Bevölkerung lehnen freilich einen Präventivkrieg gegen Nordkorea ab. Das zeigt eine Meinungsumfrage, die der TV-Sender ABC und die „Washington Post“ gemeinsam durchgeführt haben. (ag.)