Schnellauswahl

FLÖ will Inntalautobahn blockieren

SALZBURG: VORSTELLUNG DER FLOe/FPS - KANDIDATEN FUeR DIE NATIONALRATSWAHL - SCHNELL/ROSENKRANZ
Schnell; RosenkranzAPA/EXPA/ JFK
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Montag oder Mittwoch der kommenden Woche soll gegen den zunehmenden Transitverkehr demonstriert werden. Ob die Blockade genehmigt wird, ist offen.

Die Freie Liste Österreich (FLÖ) setzt wenige Wochen vor der Nationalratswahl auf die Transitproblematik. Die Kleinpartei will am Montag oder Mittwoch der kommenden Woche auf der Inntalautobahn (A12) bei Kufstein eine Demonstration gegen den zunehmenden Transitverkehr abhalten und somit eine Autobahnblockade herbeiführen, wie die Liste von Ex-FPÖ-Politiker Karl Schnell am Dienstag mitteilte.

Die Kundgebung stünde unter dem Titel "Unsere Gesundheit geht vor - EU-Transit macht krank". Geplant ist eine Sperre der Fahrstreifen in beide Richtungen bei der Autobahnausfahrt Kufstein-Nord am 2. oder 4. Oktober von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr, erklärte der Tiroler Spitzenkandidat Alois Wechselberger. Betroffen würde der Lkw-Verkehr bei Fahrzeugen über 3,5 Tonnen sein, nicht hingegen der Ziel- und Quellverkehr. Eine parteipolitische Aktion knapp vor der Wahl sieht Wechselberger nicht. Man sei die einzige wahlwerbende Gruppierung, die auf die Transitproblematik hinweise.

Bezirkshauptmannschaft entscheidet

Ob die Autobahnblockade genehmigt wird, war vorerst freilich offen. Die Entscheidung darüber obliegt nun der Bezirkshauptmannschaft Kufstein. Bezirkshauptmann Christoph Platzgummer verwies am Dienstag auf das laufende Behördenverfahren. Bei der Beurteilung seien viele Aspekte, darunter auch die der öffentlichen Ordnung und Sicherheit zu berücksichtigen. Schließlich müsse mit einem riesigen Fahrzeugaufkommen gerechnet werden.

Am 4. Oktober, dem Tag nach dem Tag der deutschen Einheit, testet übrigens das Land Tirol in einem Pilot-Projekt eine Lkw-Blockabfertigung bei Kufstein-Nord. Der Lkw-Verkehr soll an bestimmten Tagen verringert werden.

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(APA)