Elektroautos: Gesellschaft mit beschränkter Reichweite

Dossier Was die mediale Aufmerksamkeit angeht, fährt das Elektroauto längst auf der Überholspur. Doch die Begeisterung der Käufer hält sich in Grenzen. Kann (und soll) sich das absehbar ändern? von Matthias Auer, Jakob Zirm und Timo Völker.

Mit 26.058 Pkw-Zulassungen war es ein starker August für den österreichischen Automarkt, genau genommen ein historisches Monatsergebnis. Umso schmaler wirkt der Anteil an reinen Elektroautos an diesem Kuchen: Genau 453 E-Autos wurden im gleichen Zeitraum zugelassen. Das ergibt eine beachtliche Spanne zwischen der öffentlichen Aufmerksamkeit, die dem elektrischen Antrieb zukommt, und der Zahl jener, die sich beim Fahrzeugkauf tatsächlich dafür entscheiden.

Zweifellos werden derzeit Weichen für die Zukunft gestellt. Strenge Klimaziele setzen die Autoindustrie unter Druck, der Dieselmotor ist in Verruf geraten. Alle namhaften Hersteller haben auf der Branchenmesse IAA im September breite E-Offensiven mit vielen neuen Modellen angekündigt. Und immerhin: Bis zum 31. August wurden 2017 bei uns fast 1000 E-Autos mehr zugelassen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres – ein Zuwachs um 36 Prozent.

Um im Verkehrsgeschehen eine Rolle zu spielen, bedarf es aber ungleich größerer Steigerungen. Sind diese in Sicht? Was sind die Hemmschuhe der lokal emissionsfreien Technologie? Lesen Sie dazu unser Dossier – beginnend mit einem verblüffenden Blick mehr als 100 Jahre zurück.