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Liste Pink sieht fern

Der Auftritt der Irmgard Griss: An die ÖVP verloren, bei den Grünen gewonnen

Kommentar Irmgard Griss vertrat die Neos im TV-Duell gegen Heinz-Christian Strache im ORF. Eine subjektive, heute eher oberflächliche Betrachtung.

Ich muss gestehen, ich war heute etwas unaufmerksam. Ich habe nebenbei mit meinen Kindern Karten gespielt ("Raupe Nimmersatt" – ganz lustig). Was jedenfalls hängen blieb von diesem TV-Duell: Wer sich bisher als Neos-Wähler des Jahres 2013 mit dem Gedanken trug, dieses Mal die ÖVP von Sebastian Kurz zu wählen, der wird es nach dem Auftritt von Irmgard Griss wahrscheinlich tun. Griss wandte sich wortreich gegen das Burkaverbot und plädierte für Doppelstaatsbürgerschaften. Das kann man schon machen, aber vielleicht nicht gerade in solch aufgeregten Zeiten, in denen die Themen Zuwanderung und Islam einen Wahlkampf derart dominieren wie derzeit. Dafür könnte Griss mit ihrer überaus differenzierten Haltung eventuell Wähler von den Grünen zu den Neos geholt habe.

Und das würde sich - wenn wir heute anfangs schon so persönlich waren, dann können wir das jetzt auch bleiben - mit dem Befund in meinem Bekanntenkreis decken: Viele, die 2013 Neos gewählt haben, wählen nun Kurz' Volkspartei. Viele, die 2013 Glawischnigs Grüne gewählt haben, wählen nun Neos.

Und ja: Heinz-Christian Strache war auch noch da. Er spulte routiniert sein Zielgruppenprogramm ab. So weit ich das aus der Ferne beurteilen konnte.

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass man die Anzahl der TV-Duelle um die Hälfte reduzieren sollte.