Experten erwarten, dass die Anleger an den europäischen Börsen heute mit Zurückhaltung agieren werden. Der Euro-Stoxx-50 wird zur Eröffnung mt einem Minus von 0,03 Prozent erwartet.
Frankfurt. Die Anlegern an den europäischen Börsen dürfen sich am Donnerstag zunächst etwas zurückhalten. Der Euro-Stoxx-50 wird zur Eröffnung mit einem Minus von 0,03 Prozent auf 3.581,00 Punkte erwartet.
Der XDax als vorbörslicher Indikator für den Leitindex handelte vor Börsenbeginn 0,08 Prozent höher auf 12.951,78 Punkte. Zur Wochenmitte hatte das deutsche Börsenbarometer bei 12.976,24 Punkten einen Höchststand erklommen. Die psychologisch wichtige Marke von 13 000 Punkten, die sich noch als eine zu hohe Hürde erwiesen hatte, bleibt aber fest im Blick der Anleger. In London deutet der Future für den Leitindex-100 auf eine kaum veränderte Eröffnung bei 7.426,50, was einem Minus von 0,01 Prozent entspricht.
Für eine gewisse Unsicherheit sorgen indes die fortgesetzten Unabhängigkeitsbestrebungen der spanischen Region Katalonien. Zudem richten sich die Blicke bereits auf den US-Arbeitsmarktbericht an diesem Freitag. Dieser ist wichtig für die Zinspolitik der US-Notenbank Fed. Sie ist momentan auf Kurs, den Zins gegen Ende des Jahres ein weiteres Mal anzuheben. Im Laufe des Tages melden sich gleich mehrere Fed-Vertreter zu Wort.
Aktie von Osram im Blickfeld
Mit Blick auf einzelne Titel könnten Aktien von Osram nachgeben. Am Vorabend hatte Siemens mehr als 18 Millionen Stammaktien des Lichtspezialisten für insgesamt 1,2 Milliarden Euro an institutionelle Anleger verkauft. Damit sind die Münchner bei Osram nun praktisch ausgestiegen. Aus den Angaben von Siemens errechnet sich ein Brutto-Preis von 66,10 Euro je Osram-Aktie - knapp ein Euro unter dem Schlusskurs des Vortages.
Ansonsten bewegen Analysten mit ihren Einschätzungen die Kurse. Papiere von Adidas legten vorbörslich um knapp ein Prozent zu. Das kanadische Analysehaus Pivotal Research hat in einer Ersteinschätzung die Aktien des Lifestyle-Konzerns zum Kauf mit einem Kursziel von 235 Euro empfohlen - rund 40 Euro über dem letzten Schlusskurs.
Aktien der Munich Re legten im vorbörslichen Handel leicht zu, gestützt von einer Kaufempfehlung der Equinet Bank. Die Anteilsscheine des Rückversicherers zählen zu den Nachzüglern im Dax in diesem Börsenjahr.
Evonik stiegen vorbörslich um 2 Prozent, gestützt von positiven Kommentaren der beiden Investmenthäuser Kepler Cheuvreux und Bernstein. Die Papiere des Großküchenausrüsters Rational verloren vorbörslich knapp 1,5 Prozent, nachdem das Bankhaus Lampe die Aktie von "Halten" auf "Verkaufen" gesenkt hatte.