Der Telefonmitschnitt des Notrufs und der veröffentlichte Haftbefehl gewähren einen Einblick in den wilden Ehestreit. Der 44-jährige Schauspieler soll seine Frau mit einem Messer bedroht haben.
Der Ehestreit zwischen Hollywoodstar Charlie Sheen und Brooke Mueller wird immer mehr zu einer öffentlichen Angelegenheit. Am Montag wurde der Haftbefehl gegen den 44-jährigen Schauspieler veröffentlicht. Sheen soll seine Frau aufs Bett gedrückt, ihr ein Messer an den Hals gehalten und gedroht haben, sie umzubringen. Ursache des Streits zu Weihnachten sei ihr Wunsch gewesen, sich scheiden zu lassen, sagte Brooke Mueller laut eidesstattlicher Erklärung. Bei der Auseinandersetzung habe ihr der Schauspieler gedroht: "Du tust gut daran, Angst zu haben. Wenn du irgendjemandem etwas erzählt, bringe ich dich um."
Außerdem soll er gesagt haben: "Das Geld deiner Mutter bedeutet nichts. Ich kenne Ex-Polizisten, die ich anheuern kann, die wissen, wie man den Job erledigt, und sie werden keine Spur hinterlassen."
Der 44-Jährige wies laut eidesstattlicher Erklärung den Vorwurf zurück, seine Frau mit dem Messer bedroht oder sie gewürgt zu haben. Er sagte den Polizisten, er und seine Frau hätten sich auf die Arme geschlagen und er habe zwei ihrer Sonnenbrillen vor ihren Augen zerbrochen. Er und seine Frau hätten Eheprobleme und sie trinke Alkohol in Übermaßen.
"Ich habe gedacht, ich würde sterben"
Außerdem veröffentlichte die Polizei den Mittschnitt des Notrufs, der zur Verhaftung von Charlie Sheen am Weihnachtstag führte. Darin bat eine Frau, bei der es sich nach eigenen Angaben um die Ehefrau Sheens handelte, die Polizei im US-Staat Colorado um Hilfe. Sheen bedrohe sie mit einem Messer, und sie fürchte um ihr Leben, sagte die Frau in dem Mitschnitt, die ihren Namen mit Brooke angab. Die Frau auf dem Mitschnitt weint, manchmal sind ihre Worte kaum zu verstehen. "Eine Stunde lang habe ich gedacht, ich würde sterben", sagt sie an einer Stelle.
Der 44-jährige Schauspieler befindet sich gegen 8500 Dollar (5900 Euro) Kaution auf freiem Fuß. Eine Gerichtsanhörung ist für den 8. Februar geplant.
(Ag.)