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Österreich

David Dorn: „Roboter als Jobkiller? Das ist eine evidenzfreie Spekulation“

David Dorn hielt in dieser Woche einen Vortrag in Wien.
David Dorn hielt in dieser Woche einen Vortrag in Wien.(c) Stanislav Jenis
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David Dorn gilt als steil aufsteigender Stern am Ökonomenhimmel. Der Schweizer provoziert: Freihandel ist nicht immer gut, „Superstarfirmen“ gefährden Märkte, selbstfahrende Autos kommen nicht. Aber immerhin: Die Digitalisierung macht uns auch nicht arbeitslos.

Akademische Spatzen pfeifen es von den Dächern: Roboter werden schon bald im großen Stil Jobs killen. Pfeifen Sie mit?
David Dorn:
Nein. Diese Erwartung ist eine evidenzfreie Spekulation. Schon 1978 titelte der „Spiegel“: „Die Computerrevolution: Fortschritt macht arbeitslos“. Die dramatische Entwicklung der Robotertechnologie werde bis 2000 die Hälfte aller Jobs vernichten. Das gleiche Argument wird heute, 40 Jahre später, eins zu eins wiederholt. Es erscheint in der Geschichte immer wieder und wird immer wieder falsifiziert.

Warum bleibt es so beliebt?
Es gibt eine ganz große Asymmetrie in der Wahrnehmung: Wir können leicht überlegen, welche Berufe aus einer Liste irgendwann automatisiert werden könnten. Es erfordert eine viel größere geistige Anstrengung, uns zu überlegen, welche neuen Berufe es in Zukunft geben wird. Es ist kaum möglich, das treffsicher vorauszusagen.