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Kaiser: „Wir stehen voll hinter Christian Kern“

SPÖ
Christian Kern und Peter Kaiser.(c) APA/GERT EGGENBERGER
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Interview. Der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser bezeichnet die Wahl als „bitteren Moment“ für die SPÖ. Den Parteichef will er aber nicht in Frage stellen.

Die Presse: Welche Konsequenzen sind aus der Wahl zu ziehen?

Peter Kaiser: Es ist ein bitterer Moment. Unser Wahlziel war es, stärkste Partei zu werden. Dafür haben wir mit Bundeskanzler Christian Kern einen sehr inhaltsorientierten Wahlkampf gehabt. Pannen und Pleiten und manche Störfaktoren im Bereich der Organisation haben es leider nicht zu einem Erfolg werden lassen. Das ist zu respektieren. Wir werden alles tun, um rasch wieder Fuß zu fassen.


Christian Kern hat gesagt, die stärkste Partei soll den Bundeskanzler stellen. Bleibt es dabei auch nach der Wahl?

Wir werden in den nächsten Tagen in den Gremien die Sachlage besprechen. Wenn wir zu Gesprächen eingeladen werden, werden wir nach unserem Kriterienkatalog und nach unseren Grundsätzen vorgehen und schauen, ob es mit eventuellen Partnern Übereinstimmungen gibt.


Soll die SPÖ eher in die Regierung oder eher in die Opposition?

Diese Festlegung ist nicht heute Abend zu treffen, schon gar nicht, solange das endgültige Ergebnis noch nicht da ist. Eine persönliche Meinung habe ich, aber die werde ich dann kundtun, wenn wir das intern besprechen.


Was ist schuld daran, dass es nicht so gut gelaufen ist?

Das sind viele Faktoren. Zum Teil war es selbstverschuldet, was den Wahlkampf betrifft. Aber gleichzeitig liegt es auch daran, dass ÖVP und FPÖ fast ausschließlich das Thema Ausländer gespielt haben. Das hat ihnen offensichtlich zum Vorteil gereicht. Und es ist insgesamt ein Rechtsruck in Europa feststellbar. Diese Stimmung scheint auch Österreich erreicht zu haben.


Soll Christian Kern Parteichef bleiben?

Ja, die SPÖ Kärnten steht voll hinter ihm. Er hat in den ihm zur Verfügung gestandenen fünfzehn bis sechzehn Monaten ausgezeichnete Arbeit geleistet. Österreich ist international eines der renommiertesten Länder. Es gibt wenig Verständnis außerhalb des Landes über den Wechsel in der Regierung.


Was bedeutet diese Wahl für die Kärntner Landtagswahl kommendes Jahr?

Sie zeigt, dass wir auch in Kärnten eine starke rechtskonservative Strömung haben. Aber eine Landtagswahl verläuft nach anderen Schwerpunkten und Kriterien. Die SPÖ hat weiterhin gute Chancen, den Landeshauptmann zu stellen.