Smartphone-Bank N26 baut Produktpalette in Österreich aus

Die Wiener N26-Gründer wollen ihr Start-up zur führenden mobile Bank in Europa machen. Mehr als eine halbe Million Kunden gibt es bereits.

Das von Wienern gegründete Banken-Start-up N26 mit Sitz in Berlin baut seine Produktpalette in Österreich aus. Die mobile Bank bietet hierzulande nun in Partnerschaft mit WeltSparen Festgeldkonten und Überziehungskredite an, teilte N26 am Dienstag in einer Aussendung mit. In Deutschland gibt es die Kooperation mit dem Online-Zinsportal schon seit Mai diesen Jahres.

Hinter WeltSparen steht das Fintech-Unternehmen Raisin GmbH. Bei N26 erfolgt die Kontoführung über das Smartphone und die N26-App oder Online-Banking. "Unser Ziel ist es, unser Produktangebot in unseren Kernmärkten auszubauen, um unseren Kunden Lösungen für alle finanziellen Bedürfnisse zu bieten," sagt der Gründer und Geschäftsführer Valentin Stalf. Österreich gehöre zu den Kernmärkten von N26.

"Wir werden auch im kommenden Jahr das Angebot für unsere Kunden in Österreich konsequent erweitern," stellt der Gründer in Aussicht. Ende August knackte N26 die Marke von 500.000 Kunden. Zum Vergleich: Im Mai 2016 hatte die im Jänner 2015 gestartete mobile Bank rund 160.000 Kunden. "Dieses exponentielle Wachstum bestätigt unser Ziel, in den nächsten Jahren die führende mobile Bank für digitale Kunden in Europa zu werden."

Die Wiener Maximilian Tayenthal und Valentin Stalf hatten das Start-up als Number26 in Wien gegründet und den Firmensitz nach Berlin verlegt. Im Juli 2016 hatte das Fin-Tech-Unternehmen eine Vollbanklizenz erhalten. Number26 war damals in die Kritik geraten, nachdem das Start-up rund 400 Kunden kündigte, weil sie zu häufig Geld an Automaten abgehoben hätten. Die Firma bot das als kostenlose Dienstleistung an, übernahm aber die trotzdem anfallenden Gebühren. Inzwischen wurde die Zahl kostenloser Abbuchungen beschränkt. Das Start-up nannte sich in N26 um.

N26

(APA)