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Klassik

Staatsoper: Eine dominierende Diva und ein neuer Dirigent

Packend: Die Darstellung der Rusalka durch Krassimira Stoyanova.
Packend: Die Darstellung der Rusalka durch Krassimira Stoyanova.(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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KritikKrassimira Stoyanova prunkt wieder als Rusalka. Entdeckung des Abends: Dirigent Tomáš Hanus.

Ob Antonín Dvořáks „Rusalka“ eine andere Aufführungstradition in der Staatsoper hätte, wenn es bereits in der Direktion Mahler gelungen wäre, die Oper zu Lebzeiten des Komponisten nach Wien zu bringen? So bedurfte es eines Gastspiels aus Olmütz im Juni 1924, um das Werk in Wien bekannt zu machen. Die Volksoper nahm Dvořáks vorletzte und beste Oper 1935 ins Repertoire, die Staatsoper erst 1987. Die Produktion aus dem Jahr 2014 ist somit erst die zweite im Haus am Ring.

Die Eindrücke der damaligen Premiere, die noch der mittlerweile verstorbene Chefdirigent der Tschechischen Philharmonie, Jirí Bělohlávek, dirigiert hat, bestätigt sich nun auch am Beginn der neuen Serie: musikalisch überzeugend, szenisch enttäuschend. Zumal die Regie Sven-Eric Bechtolfs sich so ziemlich allen Charme, vor allem alle Poesie, die sich aus diesem märchenhaftem Sujet gewinnen ließe, versagt. Unterstützt wird das noch durch Rolf Glittenbergs nüchterne Bühnenarchitektur und Marianne Glittenbergs gleichfalls wenig Atmosphäre vermittelnde Kostüme.