Milliardäre treiben die Erschließung des Alls voran. Sie wollen Flüge billiger und den Mond zum Fernreiseziel machen. Dünn besiedelte Länder wie Schweden wittern ihre Chance.
Wollen Sie einmal die Erdkrümmung aus dem All betrachten? Dafür müssen sie nicht Astronaut sein. Nur sehr reich. Einen Mindestpreis von 17 Mio. Euro zahlten sieben Passagiere seit 2001 pro Kopf für eine Reise zur Internationalen Raumstation ISS.
Geht es nach einer Handvoll Unternehmern, soll die Eintrittsbarriere in den Weltraum rapide fallen. Der Wettlauf ins All wurde im Kalten Krieg zwischen den Supermächten USA und Russland ausgefochten. 50 Jahre später ist er zur Privatangelegenheit einiger Milliardäre geworden.
Erst E-Autos, dann Raketen
Recycling ist das Schlüsselwort, auf das allen voran Tesla-Gründer Elon Musk mit seinem Unternehmen SpaceX und Amazon-Chef Jeff Bezos mit Blue Origin setzen. Ihre Raketen sollen immer wieder für Flüge diesseits der Erdumlaufbahn und für Fracht- und Personentransporte zur ISS oder dem Mond eingesetzt werden. Unbemannte Tests laufen nach Rückschlägen gut. Musk will Ende 2018 bereits zwei Passagiere gegen eine „erhebliche Anzahlung“ auf eine mehrtägige Fernreise um den Mond schicken.