Glyphosat: EU kann sich nicht auf Zulassung einigen

Widerstand kommt aus Deutschland und Frankreich.APA/dpa/Kay Nietfeld

Die EU-Staaten verschieben eine Abstimmung zur Verlängerung der Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels.

Die EU-Staaten haben eine Abstimmung über eine Verlängerung der Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat am Mittwoch in Brüssel verschoben. Dies teilten Diplomaten mit. Die EU-Kommission will nun über die Lage nachdenken und in Kürze ein neues Datum für eine Sitzung des zuständigen EU-Fachausschusses ankündigen.

Glyphosat steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Die EU-Agenturen halten den Wirkstoff allerdings für unbedenklich. Die Zulassung von Glyphosat in der EU läuft am 15. Dezember ab. Bisher hat die EU-Kommission eine zehnjährige Verlängerung der Zulassung vorgeschlagen, für die es offenbar unter den EU-Staaten keine Mehrheit gibt. Die Sprecherin beteuerte jedoch, der Vorschlag biete einen hohen Schutz für die menschliche Gesundheit und für die Umwelt und basiere auf wissenschaftlichen Grundlagen.

Weitere Details nannte die EU-Kommission nicht. Gegen den vorliegenden Vorschlag sind dem Vernehmen nach Frankreich und Österreich. Auch Italien und Deutschland gelten als kritisch. Dem Vernehmen nach soll die nächste Sitzung des EU-Fachausschusses am 6. November in Brüssel stattfinden.